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Idyllisch, aber ein Fehlkauf: Die Kreissparkasse möchte die Geitauer Alm über Bayrischzell lieber heute als morgen loswerden. Probleme bereitet vor allem das fehlende Wegerecht.

Kreissparkasse Miesbach Tegernsee

Die Hypothek mit den Immobilien

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Landkreis - Für die Kreissparkasse läuft es gut mit dem Verkauf ihrer Immobilien. Zuletzt hat sie zwei Gebäude für mehrere Millionen Euro an die Stadt Tegernsee und die Gemeinde Otterfing veräußert. Zwei Sorgenkinder allerdings bleiben: der Psallierchor und die Geitauer Alm.

Rund 90 nicht betriebsnotwendige Immobilien verschiedenster Größe in etwa 25 Objekten im Landkreis hatte die Bank noch vor einem Jahr. Inzwischen sind rund 70 Prozent verkauft. Prominenteste Objekte waren zuletzt der Wohnblock in der Tegernseer Neureuthstraße und das Sparkassen-Gebäude in Otterfing. Beide gingen zum ortsüblichen Preis an die jeweiligen Kommunen.

Repräsentativ, aber nur noch zur Miete: Ihr Gebäude in Otterfing hat die Sparkasse an die Gemeinde verkauft.

Die Bank will sich künftig auf diejenigen Immobilien beschränken, die sie selbst benötigt: die Häuser also, in denen ihre Geschäftsstellen und Büros untergebracht sind. Im Otterfinger Fall, wo die Geschäftsstelle nur zehn Prozent des Gebäudes ausmacht, tritt die Sparkasse künftig als Mieter auf. „Wir heben derzeit die stillen Reserven, um unser Eigenkapital zu stärken“, erläutert Vorstandsvorsitzender Martin Mihalovits die seit 2012 geltende Strategie. Damit werde man in der Lage sein, die strengen Kriterien gemäß dem Reformpaket Basel III zu erfüllen. Das Eigenkapital sei erforderlich, um das Kundengeschäft aufrechtzuerhalten. Denn nicht Wohnimmobilien seien die rentablen Anlagen für die Kreissparkasse, sondern Kredite an den Mittelstand. „Das ist unser Kerngeschäft“, sagt Mihalovits.

Mit dem bisherigen Verkauf, der über ein externes, neutrales Immobilienunternehmen abgewickelt wird, ist er „sehr zufrieden“. Die angespannte Lage auf dem Immobilienmarkt und das niedrige Zinsniveau kämen der Sparkasse entgegen. Insbesondere die kleinen Wohnungen ließen sich gut veräußern. Bislang griffen aber überwiegend externe Käufer zu. Das Interesse der Mieter oder Sparkassen-Mitarbeiter, denen die Wohnungen zunächst angeboten worden waren, fiel eher gering aus. Beim Verkauf stehe die Bank auch weiterhin nicht unter Zeitdruck, ergänzt Sprecher Peter Friedrich Sieben. „Wichtig ist es, einen vernünftigen Preis zu erzielen“, sagt er. „Der Zeitraum ist völlig offen.“

Eher früher als später dagegen würde die Bank gerne zwei andere Immobilien loswerden. Der Psallierchor im Tegernseer Kloster und die Geitauer Alm bei Bayrischzell bleiben die Sorgenkinder. Bekanntermaßen war deren Kauf unter Federführung des früheren Vorstandsvorsitzenden Georg Bromme in den Prüfberichten der Regierung von Oberbayern als unzulässig eingestuft worden. Die Bank versucht seither verzweifelt, den millionenschweren Ballast abzuwerfen.

Zumindest bei der Geitauer Alm geht Mihalovits davon aus, noch in diesem Jahr Vollzug melden zu können. „Es ist ja ein attraktives, wenn auch teures Objekt“, sagt er. Ein Gutachter hat das Areal auf dem Berg mit rund 1,4 Millionen Euro bewertet. Mindestens ein ernsthafter Interessent steht laut Mihalovits auf der Matte. Das Problem ist weiter die Zufahrt. Bromme hatte es laut seinem Nachfolger versäumt, der Bank beim Kauf das Wegerecht zu sichern und später – als der Fehler offenkundig wurde – verjährungshemmende Maßnahmen zu ergreifen. Nun gilt es, sich mit dem betroffenen Landwirt zu einigen. Eine Situation, die die Verkaufsbemühungen erschwert.

Noch schlechter schaut es beim Psallierchor aus. Hier sind 1,5 Millionen Euro aufgerufen, doch eigentlich ist der Saal nicht nutzbar: Es fehlen die Fluchtwege. Dem Ordinariat als einzigem realistischen Käufer ist die Immobilie schlichtweg zu teuer. „Es gibt immer mal wieder Gespräche, aber noch kein Ergebnis“, berichtet Mihalovits. „Wir suchen weiter nach Alternativen. Die sind allerdings beschränkt.“

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