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Mit Bordstein auf der Westseite (r.) und gemeinsamer Zu- und Ausfahrt präsentiert sich derzeit der Marktplatz in Miesbach.

Ideen ja – Wahlkampf nein

AK Marktplatz reagiert distanziert auf CSU-Konzept

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Der Arbeitskreis Marktplatz hat distanziert auf das Konzept reagiert, mit dem die CSU Miesbach den Unteren Markt umgestalten will. Basis sind das Schott-Konzept von 1996 und ein Parkdeck beim Eisstadion. 

Mit der Vorstellung ihres neuen Konzepts zur weiteren Umgestaltung des Marktplatzes hat die CSU die heiße Phase des Wahlkampfes in Miesbach eingeleitet (wir berichteten). Dabei stellten Bürgermeisterkandidat Gerhard Braunmiller und einige Fraktionskollegen aus dem Stadtrat dem Marktplatz in seiner jetzigen Form, die der Arbeitskreis (AK) Marktplatz fraktionsübergreifend mit Zweitem Bürgermeister Paul Fertl (SPD), Astrid Güldner (Grüne), Markus Seemüller (FWG) und Dirk Thelemann (CSU) 2018 auf den Weg gebrachte hatte, kein gutes Zeugnis aus. Wie bereits früher im Stadtrat wurden vor allem die neue Verkehrsführung, Bücherschrank sowie Kuh und Kälbchen wurden kritisiert.

Kritik am Vorpreschen der CSU

Seitens des AK nahm kein Vertreter teil an der Vorstellung des Konzepts, das sich auf die Planung von Fritzpeter Schott aus dem Jahr 1996 stützt und dazu ein Parkdeck neben dem Eisstadion vorsieht. Auf das Vorpreschen der CSU reagiert die Gruppe distanziert: „Der AK Marktplatz begrüßt alle Initiativen und Ideen mit dem Ziel, die Attraktivität des Miesbacher Marktplatzes zu erhöhen“, heißt es auf Nachfrage unserer Zeitung in einer gemeinsamen Stellungnahme.

„Wenig hilfreiche Wahlkampf-Aktion“

Weniger gut kam jedoch die Verwertung des Themas als Wahlkampfmunition an. „Da Fachexperten im Rahmen der Evaluierung der aktuellen Marktplatz-Umgestaltung zu einem weiteren großen Schritt bei der Weiterentwicklung des Marktplatzes geraten haben und sich alle damals beteiligten Gesprächsteilnehmer einig waren, dies dem neuen Stadtoberhaupt sowie dem neuen Stadtrat zu überlassen, überrascht dieser Alleingang einer politischen Partei in dieser Sache“, heißt es weiter seitens des AK. Den inhaltlichen Gehalt des neuen Konzepts beurteilt man zurückhaltend: „Da der nächste Schritt unbedingt mit größtmöglichem Konsens unter Einbindung von Fachplanern, Gewerbetreibenden, Initiative Marktplatz und interessierten Miesbacher Bürgern gegangen werden muss, ist das aktuelle Agieren einer politischen Partei als Wahlkampf-Aktion einzuordnen und deshalb wenig hilfreich.“

ddy

Verfolgen Sie die interessante Entwicklung der Pläne zur Umgestaltung des Marktplatzes in Miesbach

das SPD-Konzept von 2015

das CSU-Konzept von 2016

das AK-Konzept von 2017

das CSU-Konzept von 2020

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