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Übernahmen krass eingebrochen

IHK: Immer weniger Betriebsgründungen im Landkreis

Die Gründer sterben aus in der Region. Es werden immer weniger neue Betriebe im Landkreis angemeldet. Noch schlimmer sieht es bei den Übernahmen aus.

Landkreis - Die Zahl der Betriebsgründungen im Landkreis ist im vergangenen Jahr weiter gesunken. Das teilt die Industrie- und Handelskammer (IHK) für München und Oberbayern mit. Demnach meldeten insgesamt 1046 Personen ein Gewerbe an. Das entspricht einem Rückgang um 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit folgt der Landkreis dem Negativtrend in Bayern und Oberbayern. Hier gingen die Existenzgründungen um 5,3 beziehungsweise 8,5 Prozent zurück.

Besonders deutlich fällt im Landkreis das Minus bei den Betriebsübernahmen aus. Diese sind um 21 Prozent auf 109 Übernahmen zurückgegangen. Mit 937 Gewerbeanmeldungen gingen Neugründungen um drei Prozent zurück. Petra Reindl, Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Miesbach, verweist auf die Auswirkungen der aktuell guten Geschäftslage auf das Gründergeschehen: „Der Arbeitsmarkt in unserem Landkreis bietet nahezu Vollbeschäftigung. Damit sinkt erfahrungsgemäß das Interesse an der Selbstständigkeit und den damit verbundenen Risiken.“ Reindl fordert deshalb mehr Unterstützung für Gründer und Betriebsnachfolger. „Wir brauchen ein besseres Gründungsklima mit weniger Bürokratie und einfacheren Steuerregeln.“ Bereits in der Schule müssten die Chancen und Werte des Unternehmertums und dessen Bedeutung für den gesellschaftlichen Wohlstand deutlich gemacht werden.

Am beliebtesten sind im Landkreis Gründungen im Handel (16,8 Prozent), in sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (14,5 Prozent) sowie in den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (12,8 Prozent). Bei den Übernahmen liegt das Gastgewerbe ganz vorne (32,1 Prozent), gefolgt vom Baugewerbe (31,2 Prozent) und dem Handel (11 Prozent). Die IHK-Auswertung beruht auf Daten des Bayerischen Landesamts für Statistik.

Existenzgründer seien für die Entwicklung der Wirtschaft laut Reindl von großer Bedeutung: „Start-Ups beflügeln Innovationen und Dynamik und sind damit unerlässlich für den wirtschaftlichen Erfolg von morgen“, sagt die Geschäftsführerin der in Hausham ansässigen Firma Sixtus. „Doch auch alteingesessene Betriebe sind bedroht, wenn sich keine Nachfolger finden, die das unternehmerische Risiko der Vorgängergeneration übernehmen wollen.“

mm

Rubriklistenbild: © picture alliance / Hendrik Schm i

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