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Miesbach: Auch schon lange kein günstiges Pflaster mehr.

Im Kampf gegen die Preisspirale 

Wohnen in Miesbach: Wie kann‘s weitergehen?

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Leer gefegter Wohnungsmarkt, stetig steigende Preise: Was kann Miesbach momentan im Kampf gegen den Irrsinn tun? Wir haben mal nachgefragt.

Wohnungen sind heiß begehrt - und die, die sie haben, lassen sie sich gut bezahlen: Die Lage auf dem Mietmarkt ist derzeit mehr als angespannt. Darunter leiden alle, die eine Mietwohnung suchen - und ganz besonders finanziell schwächere Bürger, Senioren mit mickriger Rente, Alleinerziehende, große Familien oder Flüchtlinge, gegen die Vermieter Vorurteile haben. Was tut man in der Stadt Miesbach gegen die Entwicklung? Wir haben mal nachgefragt.

Wie es gehen kann, hat die Kröner-Stiftung gezeigt. Sie baute am Carl-Feichtner-Ring in Miesbach 24 Sozialwohnungen für Senioren. „Die waren alle gleich vergeben“, berichtet Zweiter Bürgermeister Paul Fertl. Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum ist groß in der Kreisstadt. Im November 2018 hatte die SPD-Stadtratsfraktion eine Initiative für kommunalen Wohnungsbau gestartet. Mehrere Vorschläge brachten Fertl und seine Mitstreiter ein. Doch nach genauerer Prüfung habe sich gezeigt, dass nicht alle für solche Projekte geeignet sind. 

So ließen sich die Häuser der Stadt an der Münchner Straße 18 und 20 nur mit großem Kostenaufwand erweitern – und das wegen der Abstandsflächen nur um eine Wohnung. „Das wäre unverhältnismäßig“, sagt Fertl. Ein Neubau an der Waitzinger Wiese sei hingegen wegen der Lärmschutzproblematik schwierig zu realisieren. 

Mit dem instabilen Untergrund aus der Bergwerkszeit hat indes der Freistaat Bayern mit seinem Bauvorhaben am Gschwendt zu kämpfen. Fertls Nachfrage beim Staatlichen Bauamt Rosenheim hat aber ergeben, dass die Planungen weitergeführt werden – trotz erhöhter Kosten durch die notwendigen Verpressungen des Bodens. Bis Ende 2020 sollen die sechs zweigeschossigen Häuser mit insgesamt 22 Wohnungen für anerkannte Flüchtlinge und finanziell schwache Einheimische stehen. 

Sache der Stadt ist die Fläche nördlich des Friedhofs. Ein Architektenentwurf liege vor, so Fertl. Rund 70 Wohnungen könnten hier entstehen. Für den Zweiten Bürgermeister wäre eine Mischung aus Sozial-, bezahlbaren Miet- und Eigentumswohnungen ideal. Optimal wäre die Gründung eines Kommunalunternehmens und eine Lösung im Erbbaurecht, zumal eine 30-prozentige Förderung winkt. Die SPD werde sich weiter für das Projekt einsetzen, verspricht Fertl. „Das liegt einfach in unserer DNA.“ 

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