Im Dialog mit Wanderern und Erholungssuchenden: Das Modell der Ranger hat – wie hier im Gebiet der Rotwand – gute Fortschritte erzielt. Nun wird es auch im Winter bei den Tourengehern angewandt. Foto: Archiv
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Im Dialog mit Wanderern und Erholungssuchenden: Das Modell der Ranger hat – wie hier im Gebiet der Rotwand – gute Fortschritte erzielt. Nun wird es auch im Winter bei den Tourengehern angewandt.

Mehr Naturschutz an Rotwand, Hirschberg und Spitzingsee

Ranger sollen jetzt auch Skitourengeher lenken

  • Dieter Dorby
    vonDieter Dorby
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Was sich im zurückliegenden Corona-Sommer im Landkreis bewährt hat, soll nun auch im Winter kommen. Ranger sollen die vielen Tagesausflügler und Sportler in den Bergen lenken. Ziel ist es, dadurch mehr Schutz für die Natur zu gewährleisten.

Landkreis – Wie das Kommunalunternehmen Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS) mitteilt, werden aktuell an die 30 freiberufliche Ranger im Landkreis geschult, um vor allem Skitourengeher in diesem Winter erstmals auf Schutzzonen, sichere Routen und Corona-Regeln hinzuweisen. Eingesetzt werden sollen sie je nach Notwendigkeit und Verfügbarkeit. „Pro Einsatz sind es etwa zehn bis 20 Leute“, erklärt ATS-Geschäftsleiter Thorsten Schär. Pro Brennpunkt seien etwa fünf Ranger geplant.

Noch im Dezember könnten sie an beliebten Routen zum Einsatz kommen – zum Beispiel rund um die Rotwand, am Hirschberg oder am Spitzingsee. Viele von ihnen seien in ähnlichen Berufen aktiv, unter anderem als Bergführer oder Erlebnispädagogen. Sie sollen Florian Bossert, den Gebietsbetreuer für das Mangfallgebirge, unterstützen.

Reaktion auf verstärkten Andrang

Die Entscheidung für die Aktion sei schon vor der Schließung von Skigebieten in Bayern gefallen. „Wir hatten schon vor Corona viele Tourengeher“, erinnert sich Schär, „aber die aktuelle Entwicklung verstärkt den Andrang sicher.“

Zwei neue Ranger-Stellen im Landratsamt

Nachdem der Landkreis bereits im Sommer Ranger eingesetzt hatte, sollen sie nun auch im Winter versuchen, im direkten Dialog mit Tagesgästen und Freizeitsportlern auf die Bedürfnisse der Natur hinzuweisen. Zudem sollen im Januar 2021 zwei Ranger hinzukommen über die festen Stellen, die das Landratsamt Miesbach geschaffen hat. Diese sollen dann nqicht nur selbst vor Ort arbeiten, sondern auch die Koordination der Einsätze ihrer freiberuflichen Kollegen übernehmen. Das werde aber noch nicht gleich im Januar funktionieren. Auch deshalb seien die freiberuflichen Ranger wichtig, sagt Schär, denn sie ermöglichen nun einen kurzfristen Einsatz.

Corona entscheidet über Start-Zeitpunkt

Den eigentlichen Startpunkt definiert aber letztlich die Corona-Pandemie, wie Schär feststellt: „Wir müssen jedoch jetzt erst mal abwarten, was die neuen Corona-Maßnahmen vorsehen. Davon hängt ab, ob wir vor dem 5. Januar überhaupt eingreifen müssen.“ Dürfen die Menschen raus in die freie Natur, soll der erste Einsatz mit dem ersten Schnee folgen. Ansonsten eben in den Weihnachtsferien.

(ddy)

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