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Konzerte mit Selbstbeteiligung nennt man Singalong, hier ein Beispiel aus Ismaning.

Interview: Was sich die Organisatorin dabei gedacht hat

Im Waitzinger Keller: Bei diesem Konzert singt das Publikum mit

Miesbach – Am Samstag um 18 Uhr erlebt Miesbach im Waitzinger Keller sein erstes Singalong mit Bachs Weihnachtsoratorium. Wir fragten bei der Initiatorin, Kirchenmusikerin Andrea Wehrmann, nach, was es damit auf sich hat.

Frau Wehrmann, wie kam’s zu der Idee?

Wehrmann: Die Idee kam mir vor zwei Jahren, als ich selbst bei einem Singalong mitgesungen habe, auch Bachs Weihnachtsoratorium I bis III. Das waren um die 400 Sänger. Die Energie, die da entstand, unter einander fremden Menschen, das hat mich sehr begeistert. Da dachte ich, das könnten wir hier in Miesbach auch machen, um das Lutherjahr zu eröffnen. Es sind auch nicht nur wir dabei, sondern viele andere Chöre aus dem Landkreis, auch katholische und weltliche, und so soll das auch sein.

Nun ist Bachs Weihnachtsoratorium aber kein ganz einfaches Stück.

Wehrmann: Es sind vor allem Chorsänger eingeladen, die das Werk schon mal gesungen haben. Wir hatten schon zwei Schnupperproben, letztes Mal kamen etwa 60 Sänger. Da waren auch ein paar Sänger dabei, die das Werk noch nie im Chor gesungen haben, sondern es mit der CD zu Hause selbst eingeübt haben und gesagt haben: Das wollte ich schon immer mal singen.

Aber es gibt ja auch Solostimmen.

Wehrmann: Ja, dafür haben wir professionelle Sänger engagiert: Sopran Barbara Pischetsrieder, Alt Kerstin Rosenfeldt, Tenor Christian Havel und Bass Daniel Hinterberger. Außerdem sind die Streicher des Kammerorchesters Dieter Sauer und das Bläserensemble Capella Camerata dabei.

Das Singalong ist schon ein Experiment, oder?

Wehrmann: Ja, natürlich. Es war anfangs eine Zitterpartie, ob genügend Sänger kommen, aber jetzt sieht es sehr gut aus. Es gibt aber noch Sänger- und auch noch 50 Zuhörerkarten. Der Eintritt ist spottbillig angesichts der professionellen Künstler, die wir ja auch bezahlen müssen. Mir war klar, dass das ein defizitäres Projekt wird. Aber wir haben das Glück, dass uns der Kirchenmusik-Verein und Spender unterstützen.

Das Gespräch führteKatrin Hager.

Karten

zu zehn Euro gibt es unter 0 80 25 / 7 00 00, info@waitzinger-keller.de) sowie ab 17 Uhr an der Abendkasse.

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