Auf Recycling-Papier erscheinen künftig die Miesbacher Stadtnachrichten.
+
Auf Recycling-Papier erscheinen künftig die Miesbacher Stadtnachrichten.

UMWELT - Miesbacher Stadtrat unterstützt Antrag der Grünen

In der Verwaltung und auf der Toilette: Die Stadt Miesbach setzt ab sofort auf Recycling-Papier

  • Dieter Dorby
    VonDieter Dorby
    schließen

Miesbach – Die Stadt Miesbach stellt ihre Papierbeschaffung um. Künftig wird nur noch Recycling-Papier verwendet - im Verwaltungsalltag, bei der „Stadtnachrichten“ und auch beim Toilettenpapier. Die Grünen hatten dazu einen Antrag im Stadtrat gestellt.

Es hat sich viel getan beim Recycling-Papier. Waren die aus wiederverwertetem Altpapier stammenden Sekundärfasern in den Anfangszeiten durch ihren grauen Farbton leicht zu erkennen und nur eingeschränkt zu gebrauchen, sind die heutigen Produkte kaum mehr von Erzeugnissen mit Primärfasern zu unterscheiden. Grund genug für die Grünen-Fraktion im Miesbacher Stadtrat, sich für eine komplette Umstellung auf recyceltes Papier mit dem Umweltsiegel Blauer Engel einzusetzen.

Als erster Schritt werden die Miesbacher Stadtnachrichten, die die Stadt zwei- bis dreimal pro Jahr veröffentlicht, zum nächstmöglichen Termin auf Recycling-Papier produziert. Außerdem soll die Verwaltung künftig nur noch Papier mit 100 Prozent Altpapieranteil bestellen. Ausnahmen für repräsentatives Papier müssen aus nachhaltiger und legaler Waldbewirtschaftung stammen. Den entsprechenden Antrag dazu hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig angenommen.

Neues Druckerkonzept für das Rathaus

Technisch ist das Rathaus auf die Umstellung vorbereitet, wie Bürgermeister Gerhard Braunmiller (CSU) berichtete: „Alle Drucker sind dafür geeignet.“ Die Stadt erstellt derzeit eh ein Druckerkonzept, um Kosten zu sparen und umweltschonender zu arbeiten. Das Druckaufkommen wurde analysiert, Geräte zum Teil ausgetauscht. Parallel werden die Mitarbeiter für sparsame Nutzung sensibilisiert, wie zum Beispiel für beidseitiges Drucken.

Zweiter Bürgermeisterin Astrid Güldner (Grüne) war es als Antragstellerin wichtig, dass das Blauer-Engel-Zertifikat beachtet wird: „Das garantiert, dass beim Bleichen keine schädlichen Chemikalien verwendet werden.“ Qualitativ bestehe kaum ein Unterschied zwischen neuem und recyceltem Papier, dafür würde bei der Produktion 70 Prozent Wasser und 60 Prozent Energie gespart. Zudem ergänzte sie den Antrag, auch beim Toilettenpapier auf recyceltes Material umzustellen. Auch dieser Antrag wurde einhellig angenommen.

ddy

Neugierig auf den Miesbach-Newsletter? Hier geht es zur Anmeldung.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare