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Kritikfähig: Lydia Montermann will als Einzelhändlerin mit der Zeit gehen.

Nach Überprüfung durch Experten

Interview: Wäschetruhe-Chefin erklärt, was sie jetzt besser macht

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Miesbach – „Wäschetruhe“ Inhaberin Lydia Montermann (48) hat ihren Laden beim „Store Check“ von Experten durchleuchten lassen. Das hat sie gelernt.

An Erfahrung mangelt es Lydia Montermann (48) nicht. Seit fast 25 Jahren führt sie ihr eigenes Wäschegeschäft in Feldkirchen-Westerham. 2014 eröffnete sie eine Filiale der „Wäschetruhe“ am Miesbacher Stadtplatz. Eingerichtet hat sie die 180 Quadratmeter große Verkaufsfläche mit Unterstützung eines professionellen Ladenbauers. Weil sie wissen wollte, was sie noch verbessern kann, bewarb sich Montermann bei der Standortmarketing-Gesellschaft (SMG) Landkreis Miesbach für einen kostenlosen „Store Check“ – und sie wurde ausgewählt. Was ihr die Experten der CIMA Beratung und Management GmbH aus München mit auf den Weg gegeben haben, erklärt die 48-Jährige im Interview.

Frau Montermann, haben Sie Ihre Wäschetruhe schon umgebaut?

(lacht) Nein, so weit fehlt es zum Glück nicht. Die Experten waren eigentlich ganz zufrieden mit meinem Laden. Trotzdem haben sie einige Punkte entdeckt, die ich noch verbessern kann. Darunter ein paar Ecken, mit denen ich selbst ohnehin nicht so glücklich bin. Dass das auch den Prüfern sofort aufgefallen ist, fand ich witzig. Es gab aber auch Dinge, die mir bislang nicht bewusst waren.

Zum Beispiel?

Dass mein Schnäppchenständer vor der Tür nicht mit dem hochwertigen Interieur meines Ladens mithalten kann. Oder dass ich Name und Logo der Wäschetruhe nicht nur an der Fassade, sondern auch innen anbringen sollte.

Weil die Kunden sonst vergessen, wo sie gerade sind?

Das klingt in der Tat ein bisschen merkwürdig. Auch ich habe zuerst geschmunzelt, als ich diesen Tipp bekommen habe. Tatsächlich aber ist es durchaus sinnvoll, wenn die Kunden die Wäschetruhe auch während ihres Einkaufs vor Augen haben. Das soll die Bindung zum Laden verstärken. Auf so etwas kommt man als Inhaber im Eifer des Tagesgeschäfts natürlich nicht.

Bleibt es bei der interessanten Erkenntnis oder setzen Sie die Ratschläge auch in die Praxis um?

Selbstverständlich werde ich das tun. Das sind ja alles Dinge, die sich ohne größeren Zeit- oder Kostenaufwand realisieren lassen. Und genau das habe ich mir von dem Store Check auch erwartet. Man kann immer was dazulernen.

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