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Immer weniger Menschen im Landkreis gehen Blutspenden.

Interview zum Weltblutspendertag

Das BRK in Miesbach braucht im Sommer dringend Blutkonserven

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Zum Weltblutspendertag spricht Michelle Schneider vom BRK-Kreisverband über die steigende Nachfrage und und sinkende Bereitschaft, im Landkreis Blut zu spenden. 

Miesbach – Schwerkranke Menschen überleben oft nur durch eine Blutspende. Heute ist Internationaler Weltblutspendertag. Das diesjährige Motto lautet: „Was kannst Du tun? Spende Blut. Spende jetzt. Spende regelmäßig.“ Denn das ist dringend notwendig. Im Landkreis werden die Spender immer weniger. Michelle Schneider (30) vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK) Miesbach ist hauptamtliche Leiterin der Blutspende im Landkreis.

Frau Schneider, wie viele Menschen waren denn heuer im Landkreis schon spenden?

Schneider: Inklusive Mai hatten wir elf Blutspendetermine und insgesamt 1210 Spender. Das sind leider viel zu wenige. Wir brauchen dringend Blut, und die Zahl der Spender nimmt immer weiter ab. Gerade jetzt in den Sommermonaten fehlen wieder Blutkonserven. Darum machen wir auch im August trotz der Sommerferien einen Zusatztermin.

Michelle Schneider koordiniert die Blutspende im Landkreis.

Woran liegt das, dass so wenige spenden?

Schneider: Vermutlich ist das Blutspenden nicht publik genug, oder die Bevölkerung sieht die Notwendigkeit nicht.

Das BRK macht aber schon Werbung.

Schneider: Wir werben über Plakate, Banner, Facebook, unsere Internetseite, Mundpropaganda, und alle eingetragenen Spender bekommen eine direkte Nachricht per Post. Vielleicht ist das nicht genug.

Von welcher Menge Blut sprechen wir denn pro Spende?

Schneider: Bei den Spenden gibt jeder zwischen 400 und 500 Milliliter ab. Innerhalb eines Jahres können Frauen vier Mal, Männer sogar sechs Mal Blut spenden. Ein Abstand von 56 Tagen zwischen den Terminen ist aber erforderlich, damit sich das Blut wieder neu nachbilden kann.

Sind die Spender eher jünger oder älter?

Schneider: Direkt in eine Gruppe einteilen lassen sich die Personen nicht. Der Durchschnittsspender ist aber etwa 36 Jahre alt. Wir bemerken hier im Landkreis schon, dass mittlerweile deutlich mehr Jüngere spenden, und die Älteren nehmen leider immer mehr Abstand.

Fragt man die Leute nach Beweggründen, fällt hin und wieder auch der Nebenverdienst.

Schneider: Bei uns definitiv nicht. Es gibt kein Geld für die Blutspende. Jeder Spender bekommt eine großzügige Mahlzeit, Getränke und ein Geschenk von uns. Unsere Mitarbeiter machen die Ortstermine ehrenamtlich und bringen Stunden auf, um aufzubauen, abzubauen, das Essen und die Geschenke auszugeben.

Dahin geht das Blut, das gespendet wird.

Weshalb spenden die Menschen denn?

Schneider: Sie möchten was Gutes tun. Mit ihrer Spende können sie anderen Menschen helfen, einen Beitrag an die Gesellschaft leisten und uns als Rotes Kreuz unterstützen.

nip

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