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Die Johannisbrücke über der Schlierach ist marode. Vor 17 Jahren wurde sie renoviert, diesen Sommer wird sie neu gebaut.

Johannisbrücke in Miesbach

Verträge fix: Der Neubau beginnt

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Miesbach - Dieser Weg über die Schlierach könnte gefährlich werden: Miesbachs Johannisbrücke ist marode und wird deshalb von Juli bis Oktober gesperrt. Es wird eine weiträumige Umleitung geben.

Die Zeit des Wartens ist vorbei: Der Neubau der Johannisbrücke kann losgehen. Nach monatelanger Hängepartie sind nun die notwendigen Verträge zwischen der Stadt Miesbach und angrenzenden Grundeigentümern unter Dach und Fach. Damit ist der unverzichtbare Platz für die neue Brücke sowie ihrem Ersatzbau gesichert – das Verfahren kann nun fortgesetzt werden.

Wie berichtet, ist die Brücke an Miesbachs ältester Schlierachquerung extrem marode. Über Jahre hinweg wusch gestautes Regen- und Schneewasser den Kalk aus dem Beton des Mitte der 1950er-Jahre errichteten Bauwerks, das erst vor 17 Jahren renoviert worden war. Die Schäden sind so immens, dass mittelfristig eine Sperrung absehbar ist. Der Stadtrat beschloss daher Mitte 2014 den Neubau der Brücke. Der sollte ursprünglich heuer erfolgen, doch angesichts der unsicheren Grundstückssituation stoppte die Stadt das Projekt – bis jetzt.

Der Zeitplan des Neubaus steht nun ebenfalls fest. Die Brücke soll voraussichtlich vom 4. Juli bis 18. Oktober für den Fahrzeugverkehr komplett gesperrt werden. Während dieser Bauphase werden unter anderem Bordsteine abgesenkt, das Baufeld hergerichtet und die Fundamentpunkte errichtet, damit im Anschluss stromabwärts die Behelfsbrücke für Fußgänger und Radfahrer gebaut werden kann. Die Umleitung des Autoverkehrs wird weiträumig ausgeschildert.

Bis Mitte Oktober werden die Leitungen von Telekom, Vodafone/Kabel Deutschland, Bayernwerk, Erdgas Südbayern und Wasserwerk – die sogenannten Sparten – von der Johannis- zur Behelfsbrücke verlegt. Im Anschluss soll die Hauptbrücke wieder für den Kraftfahrzeugverkehr geöffnet werden, bevor sie im Frühjahr 2017 abgerissen wird, um dem Neubau Platz zu machen.

Die sogenannte Submission, die Vergabe der Aufträge, ist für die Stadtratssitzung am 2. Juni vorgesehen. Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (CSU) warnt zudem die Bürger vor: „Durch den Bau kommt es mit Sicherheit zu Behinderungen und schwierigen Situationen, da die Örtlichkeit sehr eng ist.“ Daher bittet sie die Bürger um Verständnis. Wichtig ist der Ablaufplan auch für die Gemeinschaftswerbung Miesbach (GWM). Der Gewerbeverband kann nun in die Planung einsteigen, wie die Geschäftsleute der Innenstadt die Zeit ohne Johannisbrücken am besten überbrücken.

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