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Ab Montag dicht: Die Johannisbrücke über die Schlierach in Miesbach wird heuer abgerissen und neu gebaut. Voraussichtlich bis November müssen Autofahrer deshalb auf die Bundesstraße 472 ausweichen.

Umleitung ist ausgeschildert

Johannisbrücke Miesbach: Startschuss für die Großbaustelle 

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Die Miesbacher Johannisbrücke über die Schlierach ist ab Montag erneut gesperrt. Die Umleitungsschilder sind aufgestellt - voraussichtlich bis November müssen sich Autofahrer andere Wege suchen.

Miesbach – Es ist angerichtet für die Großbaustelle im Zentrum der Kreisstadt. In den vergangenen Tagen schüttete ein Bagger die Rampen für die Behelfsbrücke auf, auch die Umleitungsschilder sind aufgestellt. Ab Montag, 24. April, ist die Johannisbrücke über die Schlierach dann endgültig für den Verkehr gesperrt.

Wie berichtet, wird die marode Brücke abgerissen und neu gebaut. Voraussichtlich bis November ist damit einer der wichtigsten Verkehrswege im Herzen Miesbachs dicht – allerdings nur für Autos und Motorräder. Fußgänger und Radler können über die bereits während der vorbereitenden Arbeiten im vergangenen Sommer aufgebaute Ersatzbrücke die Schlierach überqueren. Alle anderen Verkehrsteilnehmer müssen auf die Bundesstraße 472 ausweichen. Damit sie nicht unerlaubterweise über den Schlierachweg abkürzen, hat die Stadt an der Einfahrt zur Anliegerstraße wie angekündigt eine Metallschranke aufstellen lassen.

Ausgesperrt bleiben auch die Busse des Regionalverkehr Oberbayern (RVO). Deshalb wird das Unternehmen die Haltestellen Schweinthal/Grießer, Auf der Grün, Von-Vollmar-Straße und Frauenschulstraße während der Brückensperrung nicht anfahren. Die Stadt empfiehlt den Anwohnern, auf das Anruf Sammeltaxi (AST) des Landkreises umzusteigen. Die Abholpunkte entsprechen den Bushaltestellen, die Abfahrtszeit kann halbstündlich frei gewählt werden. Im Unterschied zum normalen Taxi gilt ein konstanter Fahrpreis. Die Umleitung macht sich damit nicht auf der Rechnung bemerkbar.

Negative Auswirkungen auf ihre Umsätze befürchteten während der dreimonatigen Brückensperrung im vergangenen Jahr hingegen einige Geschäftsleute. Mittlerweile hat sich die Stimmung aber gebessert, wie Stephanie Liebhardt, Schriftführerin der Gemeinschaftswerbung Miesbach (GWM) berichtet. „Wir als GWM fühlen uns von der Stadt gut mitgenommen und werden über alles informiert“, sagt sie.

Um die mehr als sechsmonatige Sperrung bestmöglich zu überbrücken, wollen die Gewerbetreibenden die Einkaufsmöglichkeiten in der Miesbacher Innenstadt verstärkt bewerben – auch in Bus und Bahn, wie Liebhardt erklärt. Das Thema Brücke werde man dabei aber nicht in den Fokus rücken. „Wir wollen vielmehr zeigen, dass sich ein Einkauf in Miesbach immer lohnt.“

Einen witzigen „Brückenanker“ wird es dennoch geben: Am Freitag, 26. Mai, – dem sogenannten Brückentag nach Christi Himmelfahrt – wird die GWM an den Parkautomaten in der Innenstadt 50 Cent-Münzen an die Kunden verschenken. Eineinhalb Stunden können diese dann kostenlos ihr Auto vor den Läden abstellen.

sg

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