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Jubiläumsfesttage jetzt oder gar nicht: Parsbergs Trachtler feiern fünf Tage mit Musik, Zelt und viel Tradition

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Von: Dieter Dorby

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Das Festzelt steht, jetzt folgt die Innenausstattung: Andreas Schöttl (l.), Vorsitzender der Rohnbergler, stellt mit seinem Stellvertreter Christoph Schwegler Bierbänke und -tische auf. Bis Mittwoch muss alles fertig sein. Geburtstage feiern kostet immer Geld. Andreas Schöttl, Vorsitzender der Rohnbergler, zu den Kosten der Feier zum 100-jährigen Bestehen.
Das Festzelt steht, jetzt folgt die Innenausstattung: Andreas Schöttl (l.), Vorsitzender der Rohnbergler, stellt mit seinem Stellvertreter Christoph Schwegler Bierbänke und -tische auf. Bis Mittwoch muss alles fertig sein. Geburtstage feiern kostet immer Geld. Andreas Schöttl, Vorsitzender der Rohnbergler, zu den Kosten der Feier zum 100-jährigen Bestehen. © Thomas Plettenberg

100 Jahre muss man als Verein erst einmal schaffen. Deshalb feiert Parsbergs Trachtenverein D’Rohnbergler sein rundes Jubiläum mit einem großen Fest. Ab Mittwoch, 25. Mai, wartet ein Festprogramm, das über fünf Tage jede Menge Gaudi, Tradition und Gemütlichkeit bietet.

Vom Bieranstich über Vatertagsfest, Heimatabend, Oldtimer-Treffen bis zum Festsonntag. Höhepunkt ist am Vatertag das Konzert mit Saso Avsenik und seinen Oberkrainern.

Mit dem Enkel von Slavko Avsenik, der vor allem in den1970er- und 1980er-Jahren große Erfolge in der deutschen Volksmusikszene gefeiert hatte, setzen die Rohnbergler auf ein beliebtes Zugpferd, wie Vorsitzender Andreas Schöttl erklärt: „Wir haben Saso Avsenik 2017 beim Fest zum 125-jährigen Bestehen der Feuerwehr Schaftlach erlebt. Die Oberkrainer Musi ist seit Generationen bei uns beliebt.“ Die Rohnbergler sind daher überzeugt, den Geschmack von vielen Menschen getroffen zu haben.

Dabei wäre die große Jubiläumsfeier fast komplett ausgefallen. „Eigentlich war die 100-Jahr-Feier vor zwei Jahren geplant, aber damals haben wir im Frühjahr 2020 wegen Corona absagen müssen“, erzählt Schöttl rückblickend. Denn gegründet worden seien die Rohnbergler im Jahr 1920.

Notgedrungen mussten die Trachtler umbuchen – und zwar gleich auf Mai 2022. „Wir hatten auch 2021 im Blick, aber da war schon alles ausgebucht“, erklärt der Vorsitzende. Ein Schritt, bei dem der Verein also auch Glück hatte, denn heuer sind Auflagen und Inzidenzgrenzen nicht mehr zu beachten. Weiterer Vorteil: Zwei Jahre im Voraus konnten die Rohnbergler noch gut planen und ihre Vorstellungen umsetzen.

Denn das Fest zum 100-jährigen Bestehen im 102. Jahr bietet viel Abwechslung. Gerade der Heimatabend am kommenden Freitag ist mit der Musikkapelle Niklasreuth, den Reichersdorfer Sängern, der Mitteroim Musi, dem Wirtshausbriada-Zwoag’sang sowie den Plattlern aus Elbach und Parsberg eine musikalische Visitenkarte der Region, die durch die Hundhamer Goaslschnoizer komplettiert wird.

„100 Jahre sind schon etwas ganz besonderes“, sagt Schöttl. „Das ist der große runde Geburtstag, den wir gebührend mit allen aus der Region feiern wollen.“ Entsprechend drücke eine Absage aufs Gemüt, und ein nochmaliges Verschieben – so es heuer nicht geklappt hätte – wäre für den Verein auch nicht infrage gekommen. „Dann hätten wir es komplett ausfallen lassen.“ So wie das 150-jährige Bestehen von Parsbergs Freiwilliger Feuerwehr 2021 ausfallen musste.

Was ein großes Opfer für die Trachtler gewesen wäre, denn für den Verein sei so ein großes Fest wichtig, wie Schöttl erklärt: „Viele Junge haben so ein großes Fest noch nie erlebt, und ältere Mitglieder werden vielleicht nicht mehr aktiv dabei sein. Denn das nächste große Jubiläum ist erst wieder in 20 Jahren. Wenn’s nicht geht, geht’s nicht. Aber man ist es den Leuten schuldig sich reinzuhängen.“

Seit März laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren – und die Rohnbergler stemmen sie gemeinschaftlich. 1100 Trachtler werden allein am Festsonntag erwartet, der mit Kirche, Festzug und Ausklang im Zelt traditionell begangen wird.

Wie viel diese Feier kosten wird, wissen die Parsberger noch nicht. „Geburtstage feiern kostet immer Geld“, erklärt Schöttl mit einem Augenzwinkern. Dennoch hoffen die Trachtler, wenn überhaupt, dann nicht allzu sehr in die Miesen zu geraten. „Wenn’s gut läuft, es allen gefällt und weniger kostet, sind wir glücklich.“

Das Programm:
Mittwoch, 25. Mai: 19 Uhr Bieranstich mit der Musikkapelle Elbach;
Donnerstag, 26. Mai: 11 Uhr Vatertagsfest mit der Musikkapelle Niklasreuth, 20 Uhr Saso Avsenik und seine Oberkrainer;
Freitag, 27. Mai: 20 Uhr Heimatabend;
Samstag, 28. Mai: 11 Uhr Oldtimer-Treffen im Schulhof, Kesselfleischessen mit den Großstoana Buam;
Festsonntag, 29. Mai: 8 Uhr Empfang der Vereine, 10 Uhr Festsonntag mit anschließendem Festzug, Ausklang im Zelt.

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