Evangelische Kirchengemeinden Miesbach und Neuhaus
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Es wächst zusammen, was zusammengehört: (vorne v.l.) Vertrauensmann Johannes Hütz und Pfarrerin Melanie Striebeck aus Neuhaus sowie Diakonin Marion Münsterer, Pfarrer Erwin Sergel und Vertrauensfrau Betty Mehrer unterzeichnen im Beisein der ehrenamtlichen Jugendleiter beider Gemeinden den Kooperationsvertrag.

Kooperationsvertrag unterzeichnet

Jugendarbeit: Evangelische Kirchengemeinden arbeiten enger zusammen

  • Sebastian Grauvogl
    VonSebastian Grauvogl
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Die evangelischen Kirchengemeinden machen gemeinsame Sache. Mit einem Vertrag festigen sie die Kooperation in der Jugendarbeit. Ein weiterer Ausbau ist geplant.

Miesbach/Neuhaus – Gute Zusammenarbeit lässt sich nur selten auf dem Reißbrett planen. Sie entwickelt sich aus den praktischen Anforderungen heraus – organisch und fast wie von selbst. Diese Erfahrung haben auch die evangelischen Kirchengemeinden Miesbach und Neuhaus gemacht. Sie sind über die Jahre immer mehr zusammengerückt – auch in der Konfirmanden- und Jugendarbeit. Seit kurzem ist dies auch offiziell dokumentiert: In einem Kooperationsvertrag, den die Vertreter beider Kirchengemeinden unterzeichnet haben.

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„Damit haben wir unsere ohnehin schon intensive Zusammenarbeit noch ein Stück weit verbindlicher gemacht“, erklärt Miesbachs Pfarrer Erwin Sergel. Seine Neuhauser Kollegin Melanie Striebeck spricht von einem „positiv verpflichtenden Charakter“. Ziele seien etwa gemeinsame Fortbildungsangebote und die bessere Vernetzung bestehender Angebote in der Jugendarbeit, aber auch die Bündelung der Kräfte in der Konfirmandenarbeit.

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Ihre Ursprünge hat die Kooperation zwischen Miesbach und Neuhaus in der Gemeindegebietsveränderung im Jahr 2012. Seitdem teilen sich die beiden Kirchengemeinden die Christuskirche in Schliersee, planen die Gottesdienste im Team und führen auch gemeinsame Veranstaltungen wie „Musik bei Kerzenschein“ durch. Im Reformationsjubiläumsjahr 2017 wurden die Bande durch gemeinsam organisierte Ausflüge und Tischreden noch fester. Einen besonders großen Anklang fanden die Jugendgottesdienste.

Gerade die jungen Gemeindemitglieder sind sich längst nicht mehr fremd. Sie kennen sich aus der Schule. Die Erfahrung der bisher noch punktuellen Projekte habe gezeigt, so Striebeck, „dass Gemeinschaft durch Gemeinschaft wächst“. Und Diakonin Marion Münsterer stellt fest: „Die Jugendarbeit in Miesbach boomt.“ Ab sofort auch offiziell und mit Brief und Siegel.

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