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Noch mit Dieselantrieb unterwegs: die Züge der Oberlandbahn, hier am Schliersee.

Exklusiv: Das sagen BOB-Chef und Aigner

Kabinett fordert Elektrifizierung von gesamtem BOB-Netz

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Jetzt kommt Zug hinter die Forderung, die Strecken der Bayerischen Oberlandbahn zu elektrifizieren. Was BOB-Chef Bernd Rosenbusch und Wirtschaftsministerin Ilse Aigner dazu sagen.

Landkreis – In seiner heutigen Sitzung hat das Bayerische Kabinett den Bund aufgefordert, diesbezüglich entsprechende Schritte einzuleiten. „Die Dieselzüge der Bayerischen Oberlandbahn sollen durch Elektrotriebzüge ersetzt werden“, heißt es im Kabinettsbeschluss.

Die Forderung ist Teil eines größeren Maßnahmenpakets für eine bessere Luftqualität. „Nachhaltige Mobilität ist ein Mega-Thema der Zukunft, gerade für unsere wachsenden Ballungsräume“, sagte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU). Auch die Dieselzüge der Oberlandbahn belasten die Luft im innerstädtischen Bereich. Sie legen dort beträchtliche Strecken zurück. Zwischen Holzkirchen und München könnten wegen der vorhandenen Fahrdrähte theoretisch Elektrotriebzüge eingesetzt werden, nicht aber zwischen Holzkirchen und dem Oberland. Die Elektrifizierung dieser Strecken kostet dem Vernehmen nach rund 75 Millionen Euro. Geld, das der Bund zur Verfügung stellen müsste. Der Freistaat Bayern könnte gegebenenfalls für die Planungskosten aufkommen.

Als „absolut richtig“ bezeichnet BOB-Geschäftsführer Bernd Rosenbusch gegenüber unserer Zeitung die Forderung nach einer Elektrifizierung. Er hofft jetzt, dass der Bund reagiert. „Das Oberland ist die einzige dann noch verbleibende Dieselstrecke, die auf München zuläuft, wenn Memmingen und Mühldorf elektrifiziert sind“, sagt Rosenbusch. „Hier muss nachgezogen werden.“

Entscheidend sei, wegen der langen Vorlaufzeiten zügig mit den Planungen zu beginnen und mit dem Bund die Finanzierung zu klären. „Nicht zu vergessen ist, dass neben der Elektrifizierung aber auch die Stellwerke und die weitere Infrastruktur auf einen neuen Stand gebracht werden müssen“, stellt der Geschäftsführer klar. Die Frage der eingesetzten Fahrzeuge werde dann neu gedacht. Das Oberland sei so wichtig für München als Reiseziel und als Pendlerregion, „dass wir einen Ausbau und die Elektrifizierung brauchen“. Am heutigen Mittwoch wird Rosenbusch bei seinem Besuch im Kreistag auf dieses Thema ebenfalls eingehen.

Die Elektrifizierung der Strecken im Oberland und ein Halbstundentakt sind seit Monaten Inhalt von Besprechungen zwischen Ministerien, Bahnvertretern und Kommunalpolitikern. Zuvor wiegelte das Innenministerium bei der E-Frage noch lange ab.  „Diese Gespräche werden im Herbst weitergeführt werden“, kündigt Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) an. Die gestrige Entscheidung bezeichnet sie als „deutliches Votum für eine zukunftsfähige Infrastruktur im Oberland“. Bei den weiteren Gesprächen werde sie „vor allem als Stimmkreisabgeordnete von Miesbach auf Bundesebene nicht locker lassen und mich weiter dafür einsetzen, dass auch das Oberland zukünftig mit noch saubererer Technik befahren wird.“

sh

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