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Jahrzehnte in der Jugendarbeit: (v.l.) Jugendpfleger Jürgen Batek, der ehemalige Dekanatsjugendseelsorger Erich Schmucker, die Bereichsleiterin Südwest des Erzbischöflichen Jugendamts, Silke Schwerdtner, Dekanatsjugendseelsorgerin Michaela Geh, stellvertretender Dekan Michael Mannhardt und der Mitarbeiter der ersten Stunde, Eugen Schmucker, blicken beim Jahresempfang auf 50 Jahre Katholische Jugendstelle Miesbach zurück.

Partywoche im Juni geplant

Katholische Jugendstelle feiert 50. Geburtstag

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Landkreis - Generationen von Jugendlichen hat die Katholische Jugendstelle Miesbach auf ihrem Weg zum Erwachsensein begleitet. Heuer feiert sie ihren 50. Geburtstag. Das Festprogramm kann sich sehen lassen.

Die Zeit, in der die Katholische Jugendstelle Miesbach das Licht der Welt erblickte, hätte stürmischer nicht sein können. Aber auch kaum passender. Die gesellschaftlichen Umbrüche der späten 1960er- und frühen 1970er-Jahre ließen eine völlig neue Jugendkultur entstehen. Doch die neu gewonnene Freiheit stellte die jungen Erwachsenen auch vor viele Fragen. Diese gemeinsam mit den Jugendlichen zu beantworten, ist seit 1966 eine der Hauptaufgaben der Miesbacher Jugendstelle. Dass sie den richtigen Riecher für die Themen junger Leute hat, zeigte sich gleich bei einem ihrer ersten Seminare. Insgesamt 1100 Jugendliche diskutierten an fünf Abenden über „Liebe – Eros – Sex“.

Generationen junger Leute hat die Miesbacher Jugendstelle als Außenstelle des Erzbischöflichen Jugendamtes München und Freising in den vergangenen 50 Jahren gefördert. Ob Schülertreff, Ministrantentag, Ferienfreizeiten oder Jugendwallfahrten nach Taizé und Freising: Bei unzähligen Aktionen entdeckten diese neue Talente und lebten sie in der Gemeinschaft aus. „Bis heute wurden Hunderte junger Menschen auf ihrem Weg ins Erwachsenwerden begleitet, Pfarreien zu Themen der Jugendarbeit beraten und Jugendverbände aufgebaut und unterstützt“, erklärt Silke Schwerdtner, Bereichsleiterin Südwest des Erzbischöflichen Jugendamts München und Freising.

Heute treiben Jugendpfleger Jürgen Batek, Jugendseelsorgerin Michaela Geh mit Unterstützung von Verwaltungskraft Luitgard Rank die kirchliche Jugendarbeit im Dekanat Miesbach voran. Bei ihrem traditionellen Jahresempfang mit dem Kreisverband Miesbach des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) ließen sie nach einer Andacht mit Wegbegleitern und Gästen im Beruflichen Schulzentrum Miesbach die fünf Jahrzehnte Revue passieren – und läuteten das Jubiläumsjahr ein.

Dafür haben sich die Organisatoren einiges einfallen lassen. Im Mittelpunkt steht eine Festwoche vom 13. bis 19. Juni auf der Klosterwiese an der Münchner Straße in Miesbach. Von Montag bis Donnerstag, 13. bis 16. Juni, dürfen sich die Jugendlichen jeweils von 19.30 bis 21 Uhr auf einer Offenen Bühne musikalisch ausprobieren. Danach läuft – passend zu 50 Jahren – jeweils ein Film aus einem anderen Jahrzehnt im Open-Air-Kino. Die Partystimmung gipfelt am Freitag, 17. Juni, wenn ab 20 Uhr die Coverband Heavy Crunch einheizt.

Hoher Besuch hat sich für Sonntag, 19. Juni, angekündigt. Weihbischof Wolfgang Bischof wird ab 10.30 Uhr den Jubiläumsgottesdienst auf der Klosterwiese zelebrieren. Bei schlechtem Wetter findet die Messe in der Stadtpfarrkirche statt. Ab 12 Uhr lädt dann der BDKJ-Kreisverband zu einem Jugendpolitischen Frühschoppen ein. Dabei diskutiert die BDKJ-Bundesvorsitzende Lisi Maier mit Gästen und Zeitzeugen über das Thema „Jugendarbeit im Wandel der Zeit“.

Mit einer Friedens-Licht-Show am Sonntag, 11. Dezember, ab 19 Uhr in der St. Laurentius-Kirche in Holzkirchen klingt das Jubiläumsjahr der Katholischen Jugendstelle Miesbach spektakulär aus. Ein deutliches Zeichen, dass die Jugendkultur auch heute noch lebendig ist.

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