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Freut sich auf viele Mitspieler: Uwe Dietrich in seinem neuen Spielzeugladen in Miesbach, den er Mitte März eröffnen wird – in Teilzeit.

Uwe Dietrich im Interview

Keine Angst vor Amazon: Miesbacher eröffnet Spielzeugladen

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Die Kreisstadt bekommt wieder einen Spielzeugladen. Am 15. März wird Uwe Dietrich in einer Gasse zwischen Marktplatz und Rathausstraße sein Geschäft eröffnen. Das hat er vor.

Miesbach – Schon Albert Einstein wusste: „Spiel ist die höchste Form der Forschung.“ In Miesbach haben kleine und große Forscher bald eine neue Anlaufstelle. Am 15. März wird Uwe Dietrich (49) in der Gasse zwischen Marktplatz und Rathausgasse den Spielzeugladen „Weltentdecker“ eröffnen. Immer von Donnerstag bis Samstag wird das Geschäft geöffnet sein, die anderen drei Tage arbeitet er in seinem Hauptberuf als Referent im Bereich Kundenzufriedenheit bei BMW. Wie er auf die Idee gekommen ist und wie er sich von scheinbar übermächtigen Konkurrenten wie Müller oder Amazon abheben will, erklärt der Vorsitzende der Freunde und Förderer des Gymnasiums Miesbach im Gespräch mit unserer Zeitung.

-Herr Dietrich, wohl jedes Kind hat irgendwann mal von seinem eigenen Spielzeugladen geträumt. Sie auch?

Uwe Dietrich: (lacht) Ich denke schon. Auf die Idee eines eigenen Ladens bin ich aber eher über mein Interesse an pädagogischen Themen gekommen. Für meinen Arbeitgeber BMW habe ich mich einige Zeit um den Junior Campus in der BMW Welt gekümmert und dabei Angebote für Kinder entwickelt. Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich mich auch an der Kinderuni der Volkshochschule engagiert habe. Als ich von dem leer stehenden Laden am Marktplatz 4a in Miesbach gehört habe, ist die Idee für ein eigenes Spielwarengeschäft gekommen. Früher war hier übrigens mal das Buch am Markt beheimatet, wo ich das erste Pixi-Buch für meine Nichte gekauft habe. Jetzt schließt sich gewissermaßen dieser Kreis.

-Welche Art von Spielzeug werden Sie denn in Ihre Regale stellen?

Uwe Dietrich: Ich möchte vor allem die Neugier anregen, um die Wunder dieser Welt zu entdecken. Auf meinen 45 Quadratmetern Verkaufsfläche kann ich unmöglich zum Beispiel ein Playmobil-Sortiment abbilden. Mein Konzept setzt unter anderem auf wechselnde Themenwelten wie Weltraum, Mittelalter oder Schiffe. Dazu inspiriert hat mich das Kindermagazin Geolino. Zu jedem Bereich werde ich passende Spielzeuge präsentieren. Als Hersteller habe ich mir bewusst kleinere Firmen gesucht, viele davon aus Bayern oder Deutschland. Produkte also, die es bei den großen Märkten gar nicht gibt.

-Zum Beispiel?

Uwe Dietrich: Ein Experimentierkasten zum Thema Seilbahn. Den habe ich bei einem Hersteller in Icking am Starnberger See entdeckt. Beim Aufbauen steht der technische Aspekt im Vordergrund, beim Spielen der kreative. Übrigens werden auch Erwachsene bei mir fündig. Etwa bei Quiz- oder Memospielen oder einem Zollstock, der die Erd- oder die Kunstgeschichte erklärt. Eine schöne Geschenkidee, auf die man normalerweise nicht kommt.

-Und wo nehmen Sie dann Ihre Ideen her?

Uwe Dietrich: Die Spielwarenmesse in Nürnberg Anfang Februar ist eine nahezu unerschöpfliche Quelle. Früher war ich da immer nur einen Tag lang vor Ort. Heuer nehme ich mir mehr Zeit dafür.

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