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Bunt und laut: Das Silvesterfeuerwerk über Miesbach zum Jahreswechsel 2014/2015.

Antrag bei Bürgerversammlung

Keine Feuerwerke mehr an Silvester: Stadt setzt auf Freiwilligkeit

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Das Silvesterfeuerwerk über Miesbach gefällt nicht jedem. Bei der Bürgerversammlung wurde nun ein Antrag über ein Verbot diskutiert. Doch der Stadt sind die Hände gebunden.

Miesbach – Die Lichtshow, die sich zum Jahreswechsel über der Kreisstadt abspielt, ist ein Spektakel für Augen und Ohren. Doch nicht jedem gefällt das Wettrüsten zwischen manchen Nachbarn, wer an Silvester die lautesten Böller und die buntesten Raketen abfeuern kann. Bei der Miesbacher Bürgerversammlung kam das Thema nun auf den Tisch. Grund war ein Antrag von Lisa Hilbich. Sie forderte die Stadt dazu auf, private Feuerwerke zugunsten eines gemeinsamen, vom Rathaus organisierten Feuerwerks einzuschränken.

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„Die Knallerei hat in den vergangenen Jahren an Länge und Intensität zugenommen“, begründete Hilbich ihren Vorstoß. Die Folge sei eine gesundheitliche Belastung für Mensch und Tier durch Lärm und Feinstaub. „Die Dunstglocke hängt noch Tage später über der Stadt.“ Die Stadt solle ihre Bürger vor den Feuerwerken schützen. Ferner regte Hilbich an, die Discounter an den Kosten für die Müllbeseitigung nach der Silvesternacht zu beteiligen. Schließlich würden die ja gut an den Feuerwerkskörpern verdienen.

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„Ich habe vollste Sympathie für Ihren Antrag“, machte Bürgermeisterin Ingrid Pongratz deutlich. Der Stadt seien aber die Hände gebunden. Das Silvesterfeuerwerk sei in Deutschland per Bundesgesetz geregelt. Einschränkungen seien nur im Umfeld von Kirchen, Seniorenheimen oder Krankenhäusern möglich. Das Argument eines Luftkurorts sei auf Miesbach nicht anwendbar. Die Polizei halte ohnehin nichts von einem Verbot, so Pongratz. Und selbst wenn man eine Verordnung schaffen könnte: „Wer soll kontrollieren, ob sich die Leute wirklich daran halten?“, fragte die Bürgermeisterin. Es bleibe daher nichts anderes übrig, als auf Freiwilligkeit zu setzen.

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An diesem Punkt hakte Hilbich nochmals nach. „Was spricht denn gegen eine Erklärung, in der die Stadt für einen freiwilligen Verzicht appelliert?“ Nichts, meinte Pongratz. Sie werde anregen, den Aufruf zeitnah vor Silvester in den Stadtnachrichten und den lokalen Medien zu veröffentlichen.

sg

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