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So soll das neue Pfarrheim aussehen: Pfarrer Stefan Füger (M.) im Gespräch mit Kirchenpfleger Siegfried Rummel (l.) und Pfarrgemeinderatsvorsitzendem Ferdinand Huber.

Pläne für die Kolpingstraße vorgestellt

Kirche will neues Pfarrheim bauen

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Miesbach - Das katholische Pfarrheim an der Kolpingstraße in Miesbach ist in die Jahre gekommen. Weil eine Sanierung zu teuer ist, soll es einem modernen Neubau weichen.

Die Ansprüche an Räume haben sich gewandelt. Das gilt auch für das katholische Pfarrheim an der Kolpingstraße in Miesbach. Das 1928 erbaute und 1972 renovierte Gebäude weist mittlerweile gravierende bauliche Mängel auf. Die Wärmeisolierung ist schlecht, was hohe Energiekosten mit sich bringt. Wasserleitungen sind schadhaft, und der Brandschutz ist unzureichend. Hinzu kommen nicht barrierefreie Räume und unsichere Elektroinstallationen. Ein Eingriff ist damit unvermeidbar. Blieb die Frage: sanieren oder gleich neu bauen?

Die Kirchengemeinde entschied sich für einen Neubau. „Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung sind einhellig zum selben Ergebnis gekommen – der Neubau ist besser und günstiger“, berichtete Pfarrer Stefan Füger gestern beim Pressegespräch, an dem auch Pastoralreferentin Kathrin Baumann, Gemeindereferent Johannes Mehringer, Kirchenpfleger Siegfried Rummel und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Ferdinand Huber teilnahmen. Der Beschluss sei bereits im September 2014 gefallen. Zuvor sei auch der Raumbedarf der verschiedenen Gruppen im Pfarrheim abgefragt worden.

Funktional und modern: Das neue Pfarrheim – hier die Ansicht Kolpingstraße – soll sehr geradlinig ausfallen.

Nachdem der strategische Vergabeausschuss im Erzbischöflichen Ordinariat grünes Licht gegeben hatte, stellten Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat die Erfordernisse zusammen und beauftragten fünf Planungsbüros – zwei aus dem Landkreis, drei aus München –, Vorschläge im Rahmen eines Wettbewerbs zu erarbeiten. Im Dezember 2015 kürte das Preisgericht, das aus Fachleuten des Ordinariats und Vertretern der Pfarrei Mariä Himmelfahrt bestand, seinen Sieger. Es war derselbe Entwurf, für den sich anschließend im Januar auch Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat entschieden. Er stammt von Architekt Christian Olufemi aus München. „Die Vorschläge wurden ohne Namensnennung vorgestellt“, berichtet Füger. So sei eine neutrale Meinungsbildung möglich gewesen. „Wir sind alle sehr glücklich mit dieser Wahl.“

Der Olufemi-Entwurf berücksichtigt nicht nur Raumbedarf, kirchliche Bauregeln und die Hanglage, sondern lässt auch den Garten des benachbarten Kindergartens unangetastet. Der geradlinige dreigeschoßige Baukörper mit Satteldach verfügt zudem über einen Raum zum Toben für die Kindergartenkinder. Im Erdgeschoß sind Gruppen-, Musik- und Werkräume untergebracht, im ersten Stock der Pfarrsaal und ein Mehrzweckraum sowie im zweiten Stock ein Sitzungsraum nebst Dachterrasse. Alle Etagen sind per Aufzug erreichbar.

Um das Projekt in Kürze der Kirchengemeinde zu zeigen, findet am Freitag, 26. Februar, eine Pfarrversammlung statt. Im Pfarrheim stellen Planer und Kirche das Projekt vor. Dann soll auch das Kostenvolumen genannt werden, mit dem zu rechnen ist.

Wenn alles optimal verläuft, sei bis spätestens Anfang April mit dem Planungsauftrag zu rechnen, sagt Füger. Frühestens im Frühjahr 2017 könne mit dem Abriss des alten Pfarrheims begonnen werden.

Infoveranstaltung

Die Pläne rund ums neue Pfarrheim werden der Kirchengemeinde bei der Pfarrversammlung am Freitag, 26. Februar, vorgestellt. Beginn ist um 19.30 Uhr im Pfarrheim an der Kolpingstraße.

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