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Bald auf Gemeindedächern im Landkreis? Eine Studie prüft das grade.

25.000 Euro pro Jahr

Klimaschutz ist Landkreis bares Geld wert

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Photovoltaik auf Gemeindedächern und mehr: Der Landkreis Miesbach investiert 25.000 Euro pro Jahr in den Klimaschutz. Für diese Projekte wird das Geld verwendet: 

Landkreis – „Der Klimaschutz ist ein Zukunftsthema“, findet Landrat Wolfgang Rzehak (Grüne). Und das müsse dem Landkreis auch Geld wert sein. 25.000 Euro sollen im kommenden Haushaltsjahr und auch in den Jahren darauf für Maßnahmen aus dem Aktionsplan Klimaschutz bereitgestellt werden. Diese einstimmige Empfehlung sprach der Umweltausschuss des Kreistags an den runden Tisch aus, der die Haushaltspläne des Landkreises vorberät.

Schon im laufenden Jahr fließen 25.000 Euro in Maßnahmen zur Energieeinsparung. Einige der elf Projekte werden bis Dezember abgeschlossen sein, andere laufen weiter. Klimaschutzmanagerin Veronika Halmbacher stellte sie in der Sitzung vor. So entsteht unter anderem ein Katalog mit Handlungsempfehlungen für Gemeinden zur energieeffizienten und nachhaltigen Bauleitplanung. Es läuft eine Überprüfung, welche kommunalen Dächer für Fotovoltaikanlagen geeignet sind. Oder es ist eine Kampagne in Arbeit, um die Akzeptanz für erneuerbare Energien zu fördern. Allein dieses Projekt, an dessen Ende auch eine Broschüre steht, kostet rund 15.000 Euro.

Andere Maßnahmen wiederum sind ohne zusätzlichen finanziellen Aufwand im Rahmen des bestehenden Stellenplans machbar. Exkursionen zu Nahwärmenetzen beispielsweise oder die Arbeit der Zukunftswerkstatt Mobilität. Im Zuge des Aktionsplans durchleuchtet der Landkreis auch seinen Fuhrpark. Die Anschaffung eines E-Autos als Dienstwagen für die Mitarbeiter hängt derzeit nur noch am Auslieferungstermin. Und auch die Standortmarketing-Gesellschaft (SMG) denkt über den Kauf eines Elektrofahrzeugs nach – um es dann vielleicht sogar im Rahmen eines Carsharing-Konzepts einzusetzen.

Michael Lechner (FWG) bekräftigte, dass der Landkreis seine Klimaschutz-Bemühungen mit der bestehenden Intensität fortführen müsse. „Das Ziel, als Landkreis energieautark zu werden, dürfen wir nicht aus den Augen verlieren“, sagte er.

Der Landrat kündigte in der Sitzung an, sämtliche Landkreis-Liegenschaften auf hundert Prozent Ökostrom umzustellen. In der gestrigen Sitzung des Kreisausschusses stand der Punkt bereits auf der Tagesordnung und wurde einstimmig angenommen. Auf den Landkreis kommen nach Berechnungen von Kreiskämmerer Gerhard de Biasio Mehrkosten von rund 8400 Euro zu. „Das ist überschaubar“, sagte er. „Wir sehen es vor allem als Zeichen nach außen.“ Die Stromkosten für den Landkreis werden dann pro Jahr rund 611 000 Euro betragen.

Die bestehenden Verträge mit dem Anbieter Bayernwerk laufen zum 31. Dezember aus. Derzeit bereitet die Verwaltung die europaweite Ausschreibung vor. Da der Begriff Ökostrom gesetzlich nicht geschützt sei, werde man die Kriterien laut de Biasio streng formulieren. Robert Wiechmann (Grüne) äußerte in der Sitzung den Wunsch, möglichst auch lokale Anbieter wie die Holzkirchner Gemeindewerke zu berücksichtigen.

sh

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