Es kommentiert Merkur-Redakteur Dieter Dorby.
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Es kommentiert Merkur-Redakteur Dieter Dorby.

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WC-Problem wird von der Stadt Miesbach zu einfach gelöst

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Die Gastronomie geschlossen, das Rathaus coronabedingt abgeschirmt: Miesbachs Innenstadt hat kein öffentliches WC mehr. Betroffene an die Läden zu verweisen ist jedoch keine Lösung. Ein Kommentar von Merkur-Redakteur Dieter Dorby.

Na toll, jetzt darf man wegen Corona nicht mal mehr auf die Toilette gehen. Dabei ist es nachvollziehbar, dass es nicht gerade dem Schutzgedanken der Corona-Vorschriften entspricht, wenn Passanten in den geschützten Mitarbeiterbereich eintreten und so eine Schließung riskiert wird.

Lesen Sie dazu den Hauptbericht: „Wegen Corona: Am Marktplatz in Miesbach fehlen öffentliche WCs“

Das Rathaus macht es sich zu leicht, die Menschen einfach auf die faktisch nicht vorhandenen Kundentoiletten in den noch wenigen geöffneten Geschäften zu verweisen, während die Nutzung einer Toilette im Bräuwirt ausgeschlossen wird. Dabei ist dort nach Stilllegung der Gastronomie das Ansteckungsrisiko am geringsten.

Lesen Sie dazu auch die Einschätzung des Wirtschaftsreferenten: „Florian Perkmann sieht Stadt in der Pflicht“

Die Stadt sollte nach einer wirklichen Lösung suchen. Vielleicht lässt sich ja doch mit der Öffnung einer einzigen Bräuwirt-Toilette auf Anfrage in der Metzgerei Abhilfe schaffen. Sonst bleibt nur noch ein Dixie-Klo in der Bräuwirt-Einfahrt – und selbst das wäre zu desinfizieren.

ddy

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