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Das Problem prüfen ist nicht genug

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Von: Dieter Dorby

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Es kommentiert Merkur-Redakteur Dieter Dorby. © THOMAS PLETTENBERG

Abmontierte Bänke im Warmfreibad und gesperrte Bolzplätze - wegen Corona geht die Stadt den Weg des geringsten Risikos. Eine Strategie, die sich nicht am Bürger orientiert. Ein Kommentar von Merkur-Redakteur Dieter Dorby.

Im Zweifelsfall verhindern – mit dieser Linie bringt sich die Stadt Miesbach ins Abseits. Was nicht verwundert, wenn im Fall von Corona überall immer mehr erlaubt wird. Gerade das rigorose Abmontieren der Sitzbänke im Freibad zeigt: Die Stadt macht es sich zu einfach, denn andernorts vertraut man auf Information und Vernunft. So entsteht der Eindruck: Überall klappt es, nur in Miesbach nicht.

Lesen Sie auch den Bericht zum Kommentar: Corona-Strategie der Stadt in der Kritik

Natürlich gibt es Vorschriften, die einzuhalten sind. Und natürlich ist die Corona-Gefahr nicht gebannt. Aber gerade um Akzeptanz für wichtige Maßnahmen wie Handhygiene, Maske und Abstand zu erhalten, ist es wichtig, im Rahmen des Möglichen Fingerspitzengefühl zu zeigen und etwas zuzulassen.

Natürlich hat die Stadt ihre Gründe. Doch die drehen sich nicht vorrangig um die Belange der Bürger, sondern um das Ausschließen des eigenen Haftungsrisikos. Der Bürgermeister will das Thema nun prüfen. Gut, aber das wird nicht reichen. Die Bürger erwarten, dass er das Problem löst – in ihrem Sinn.

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