Haushalt Miesbach
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Miesbach hat einen Haushalt auf Rekordniveau verabschiedet und nimmt dafür Schulden in Kauf.

KOMMENTAR zu Miesbachs Haushalt 2021

Das Pflichtprogramm abarbeiten

  • Dieter Dorby
    vonDieter Dorby
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Die Stadt Miesbach investiert in Rekordhöhe und verschuldet sich mit sich dafür. Sparen allein ist jedoch keine Lösung. Ein Kommentar zum Haushalt 2021.

Der Blick auf die Schuldenentwicklung der Stadt schockt durchaus. Von bislang etwas über 20 Millionen Euro ausgehend reißt Miesbach in absehbarer Zeit die 30-Millionen-Marke. Wie und vor allem in welchen Zeitraum soll das jemals wieder abgetragen werden?

Die Mahnungen von Paul Fertl und Michael Lechner sind so gesehen naheliegend: Die Stadt muss aufpassen, dass sie sich nicht zu viel aufbürdet, denn wenn der Schuldenberg zu groß wird, geht über viele Jahre so ziemlich gar nichts mehr. Und die Null-Prozent-Zinssituation ist wohl auch nicht endlos.

Lesan Sie auch den Bericht zum Kommentar: Kritiker haben Angst vor der Schulden-Schieflage

Allerdings darf man nicht vergessen, dass die nun anstehenden Rekordausgaben eine Ursache haben, und das ist der Investitionsstau der vergangenen Jahre. Immer wieder wurden Maßnahmen nach hinten verschoben – teils wegen fehlender Angebote, teils gerade wegen der angespannten Haushaltslage. Damit überlagern Altlasten immer wieder aktuell anstehende Aufgaben.

Es kommentiert Merkur-Redakteur Dieter Dorby.

Dieses Pflichtprogramm nun aufzuarbeiten ist der effektivere Weg. Gemacht werden müssen die Arbeiten ja doch – dann am besten jetzt mit Mini-Zinsen. Auf lange Sicht muss jedoch klar sein, dass in absehbarer Zeit eine Konsolisierungsphase unvermeidbar ist. Dazu muss das Pflichtprogramm aber möglichst abgearbeitet sein.

ddy

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