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Eine Frage des Geldes

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Von: Dieter Dorby

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Es kommentiert Merkur-Redakteur Dieter Dorby.
Es kommentiert Merkur-Redakteur Dieter Dorby. © THOMAS PLETTENBERG

Die CSU Miesbach will den Marktplatz der Kreisstadt nach dem alten Schott-Konzept umbauen. Ein teures Unterfangen - ein Kommentar von Merkur-Redakteur Dieter Dorby.

Es liegt in der Natur des Wahlkampfes, Lorbeeren einheimsen zu wollen. Da wäre es naiv zu fragen, warum dieses Konzept nicht schon früher seinen Weg in die Marktplatz-Diskussion gefunden hat. Aber auch ohne Kommunalwahl wäre das von der CSU wieder entdeckte Schott-Konzept bis vor Kurzem kein ernsthaftes Thema gewesen. Nicht weil es im Zusammenspiel mit dem Parkdeck vielleicht schlecht wäre, sondern weil es kaum zu bezahlen ist.

Lesen Sie auch den Hauptbericht: CSU will Markplatz Miesbach nach altem Plan umbauen

Bei aller Euphorie, die das Bekenntnis zu noch mehr Parkplätzen in der Innenstadt auslösen mag, darf man nicht vergessen, dass der Marktplatz nicht ohne Grund in seine aktuelle Form umgestaltet wurde. Zur Erinnerung: Der Arbeitskreis Marktplatz, der das Konzept erarbeitet hat, hatte den Auftrag, den festgefahrenen Prozess mit breitem Konsens wieder in Gang zu setzen. Das bedeutete: Man musste einen möglichst großen gemeinsamen Nenner finden, der obendrauf möglichst wenig kosten sollte.

Zwischen beiden Ansätzen dürften schätzungsweise gut sechs Millionen Euro Differenz bei den Kosten liegen. Und das ist der Punkt: Der aktuelle Marktplatz ist ein Kompromiss, sicher. Aber es ist ein Kompromiss, der umgesetzt wurde. Das muss die CSU erst mal schaffen. Dazu braucht sie nicht nur breite Unterstützung bei der Wahl, sondern auch Geld. Denn ohne finanzielles Konzept bleibt der aktuelle Marktplatz die Dauerlösung. Visionen sind der erste Schritt zum Handeln. Spannend ist, ob die Bürger für diese an anderen Stellen sparen wollen.

ddy

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