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Es kommentiert Dieter Dorby.

Wasserschutzzone

Kommentar zur Kreistags-Eskalation: Solidarisieren, nicht polarisieren

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Die Diskussion um die Wasserschutzzone ist nun komplett eskaliert - obwohl doch eigentlich alle an einem Strang ziehen sollten. Unnötig und vor allem inakzeptabel findet das unser Autor.

Für den außenstehenden Beobachter wirkte die Kreistagssitzung wie der letzte Akt eines Bühnenstücks: Die Nerven der Wasserschutzzonen-Protagonisten liegen blank, die Sachebene scheint längst verlassen. Vielmehr geht es nur noch darum, sich gegenseitig den Schwarzen Peter zuzuschieben.

Unterstellungen in Richtung Landrat und Abteilungsleiter, sie würden für Landeshauptstadt und Regierung arbeiten, sind nicht zielführend und absolut inakzeptabel. Genauso wie Rzehaks Kreidl-Vergleiche, das Aufbrausen und Andeutungen in Richtung Gremium, man fordere ihn auf, das Recht zu verbiegen. Das alles hilft keinesfalls, Ruhe und Solidarität in das hochsensible Thema zu bringen. Konstruktives Arbeiten zum Wohl des Landkreises sieht anders aus.

Wenigstens eines ist erreicht: Der Zeitplan ist nach langem Hin und Her entzerrt. Wobei es für die betroffenen Landwirte und Kommunen absolut egal sein dürfte, wem der Aufschub zu verdanken ist. Für sie zählt nur das Ergebnis – und das hätte man wohl leichter haben können, wenn alle vorher miteinander geredet hätten – besser einmal zu viel als einmal zu wenig.

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