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Parteilosigkeit als Zugpferd: Die Freie Wählergemeinschaft Miesbach grenzt sich mit ihren Kandidaten klar von jedwedem Fraktions- und Parteizwang ab.

Kommunalwahl 2020

FWG Miesbach tritt ohne thematische Scheuklappen an

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Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) Miesbach geht mit einer großen Portion Selbstbewusstsein den Wahlkampf an.

Einen eigenen Bürgermeisterkandidat stellt die Vereinigung nicht auf – aber das ist auch nicht zwingend notwendig. Mit Walter Fraunhofer, der bislang der SPD-Fraktion im Stadtrat angehört, unterstützt man einen parteilosen Kandidaten. Und das passt laut FWG-Vorsitzendem Markus Seemüller sehr gut ins Konzept: „Der Markenkern der Freien Wähler – nämlich Unabhängigkeit und Parteifreiheit – ist die beste Voraussetzung, die Herausforderungen der Miesbacher Zukunft anzupacken.“

Lesen Sie auch: Alle Namen - diese Kandidaten stehen bereits fest

Allein aufgrund der Sachlage beurteilen, ohne dabei einem Fraktions- oder Parteizwang zu unterliegen – diese Freiheit sieht Seemüller nur ohne Parteibuch umsetzbar. Für die Stadtpolitik streben die Freien Wähler einen Neustart an ohne Scheuklappen. Über welche Themen sich die Vereinigung genau im Wahlkampf positionieren will, will man erst in den kommenden Wochen bekannt geben – und dabei auch die Neuen Medien einsetzen. „Wir werden da bei den Freien Wählern neue Wege gehen“, kündigt der Ortsvorsitzende an. „Wir werden auch auf Facebook und Instagram präsent sein.“

Kommunalwahl 2020: FWG Miesbach tritt ohne thematische Scheuklappen an

Mit der Liste für den Stadtrat ist Seemüller sehr zufrieden: „Wir haben ausgesprochen kompetente und sympathische Kandidaten engagieren können.“ Es sei eine gute Mischung aus Jugend und Erfahrung sowie Frauen und Männern und aus verschiedenen Bereichen der Stadt. Die aktuellen fünf Stadträte treten wieder an, doch mit Gastronomin Aline Brunner (Stadtplatz 13, Eisstadion) auf Platz zwei und Unternehmensberater Claus Welles auf Rang vier zeigt die FWG, dass sie bei der Wahl am Sonntag, 15. März 2020, mehr Sitze erobern will.

Angetan zeigt sich Seemüller vom großen Interesse an der FWG. Der Saal im ASV-Heim sei voll gewesen. Also erreicht die Politik die Bürger doch noch? Seemüller sieht es so: „Die Parteien erreichen die Leute nicht mehr. So viele sind von den Parteien enttäuscht.“ Davon wollen die Freien Wähler profitieren. „Bei uns ist eine Aufbruchstimmung zu spüren.“

ddy

Die Kandidaten

1. Markus Seemüller, 2. Aline Brunner, 3. Michael Lechner, 4. Claus Welles, 5. Florian Ruml, 6. Dr. Franz Mader, 7. Andreas Reischl, 8. Klaus Schiller, 9. Stephanie Lorenzi, 10. Janina Mühlbauer, 11. Christian Altenburg, 12. Christian Bier, 13. Marion Dullinger, 14. Carsten Epstude, 15. Florian Schöpfer, 16. Astrid Stanke, 17. Martin Ernst, 18. Johann Bauer, 19. Franziska Vogel, 20. Alois Schöpfer, 21. Wolfgang Dallmayer, 22. Corinna Sterr, 23. Benedikt Mittermaier, 24. Hans-Peter Koller.

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