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Norbert Kerkel 

Abstimmung bei Mitgliederversammlung 

Rücken FWG und FW wieder zusammen? Mitglieder entscheiden Schicksalsfrage

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Zur Kommunalwahl 2020 in Miesbach stehen die Freie Wähler Gemeinschaft (FWG), deren Ursprungsidee die Parteiunabhängigkeit ist, und die Partei Freie Wähler (FW) vor einer Entscheidung.

Landkreis – Norbert Kerkel, Sprecher der Freien Wähler Gemeinschaft (FWG) im Landkreis, will endlich an den Themen arbeiten. Positionen klar machen für die Kommunalwahl 2020 und Kandidaten finden. Stattdessen laboriert die FWG noch immer an der Frage, wie ihre Position zur Partei Freie Wähler (FW) ist. Wie berichtet, zieht sich ein Graben zwischen dem – zahlenmäßig kleinen – Lager der Aiwanger-Partei FW im Kreis und dem weitaus größeren der FWG, die parteiunabhängig agiert.

Kommunalwahl 2020: FWG Miesbach entscheidet über Beitritt zum FW-Landesverband  

Die Schicksalsfrage wird bei der FWG-Jahreshauptversammlung am 25. September gestellt. Dort entscheiden die FWG-Mitglieder über den Beitritt in den FW-Landesverband. Ein kleiner Schritt, der viel bedeutet. Er steht für die späte Anerkennung der Entscheidung der FW, überregional zu wirken und Partei zu werden. Es ist der Preis, den die FWG dafür zahlt, gemeinsam mit der FW auf der Liste 3 bei der Kommunalwahl 2020 antreten zu können.

Verhandelt wurde dieser Preis bei einem Treffen im Rathaus Hausham. Dessen FWG-Bürgermeister Jens Zangenfeind war Hausherr bei einem Gesprächsmarathon. Erst trafen sich die Vertreter der FWG und FW-Führung im kleinen Kreis, danach die FWG-Ortsvorsitzenden in großer Runde.

Die FW diskutierten erstmals unter neuer Führung. Die Waakirchnerin Gisela Hölscher ist seit Anfang August neue Vorsitzende. Mit ihrem Vorgänger, Andreas Obermüller aus Tegernsee, hat sich die FWG überworfen. Auslöser des Zwists war eben jene Forderung, die nun am 25. September zur Abstimmung steht: Obermüller wollte den Beitritt der Kreis-FWG in den FW-Landesverband durchsetzen. Dort war die FWG früher bereits Mitglied. Doch als der Landesverband seinen rein regionalen Kurs änderte und die FW den Sprung in den Landtag anpeilte, trat die Kreis-FWG 1998 unter lautem Protest aus, damals noch unter der Führung des Landrats Norbert Kerkel senior.

Kommunalwahl 2020: FWG will ihre Identität nicht verlieren

Von der Position Obermüllers rückt aber auch Hölscher nicht ab. „Sie hat sich überhaupt nicht bewegt“, erklärt Kerkel. Letztlich, so Kerkel, sei die FWG-Führung aber zum Wiedereintritt in den Landesverband bereit. „Schweren Herzens“, wie Kerkel sagt. Aber zwei Listen zur Kommunalwahl – eine für die FW, eine für die FWG – seien dem Wähler nicht vermittelbar. Eine Position, von der die FWG-Führung die große Mehrheit der Ortsvorsitzenden überzeugen konnte. „Die haben sich bewegt. Das zeugt von Größe“, erklärt Kerkel. Man wolle die gemeinsame Liste nicht scheitern lassen und sich endlich der Sacharbeit zuwenden.

Ihre Identität als unabhängige Vereinigung will die FWG jedoch nicht verlieren. Davon zeugt auch die neu gestaltete Homepage der FWG. Neuerdings heißt es dort in Großbuchstaben und mit vielen Erläuterungen, man möge die FWG NICHT mit der Freien Wähler Partei verwechseln. Ein Umstand, der Hölscher irritiert. „Das klingt nach Spaltung“, meint sie. Dabei wolle sie die Türen öffnen. Zum Ergebnis des FW/FWG-Gesprächs äußert sich Hölscher nicht: „Wir haben Stillschweigen vereinbart.“ Nur so viel: Es seien diverse Punkte noch zu klären.

Kerkel will das leidige Thema jetzt vom Tisch haben. Am 27. November erfolgt die Aufstellung der Kreistagskandidaten und des Landratskandidaten, dann muss alles klar sein. Was die Landratsfrage angeht, will Kerkel ohnehin abwarten. Dies mit Rücksicht auf den Warngauer Bürgermeister Klaus Thurnhuber. der vor seinem schweren Unfall Interesse an einer Kandidatur geäußert hatte. Thurnhuber ist inzwischen auf dem Weg der Besserung. Ob ihm eine Kandidatur möglich ist, solle Thurnhuber selbst entscheiden, meint Kerkel; „Es ist ein Akt der Fairness, dass wir ihm da noch Zeit lassen.“

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