Bereit für den Wahlkampf: Die Miesbacher SPD hat um ihren Bürgermeisterkandidaten Walter Fraunhofer (vorne 2.v.l.) eine Mannschaft zusammengestellt, bei der es Überraschungen gibt.
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Bereit für den Wahlkampf: Die Miesbacher SPD hat um ihren Bürgermeisterkandidaten Walter Fraunhofer (vorne 2.v.l.) eine Mannschaft zusammengestellt, bei der es Überraschungen gibt.

Kommunalwahl 2020

SPD Miesbach setzt auf Dialog mit Bürgern und Vereinen

  • Dieter Dorby
    vonDieter Dorby
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Landes- und bundesweit mögen die Werte der SPD sinken, auf kommunaler Ebene präsentieren sich die Miesbacher Genossen voll motiviert und mit einer gut gemischten Mannschaft.

Bei der Nominierungsversammlung im Bräuwirt wurden nicht nur die 24 Listenplätze besetzt, sondern auch noch vier Nachrücker gewonnen.

Der Blick auf die Liste hält einige Überraschungen bereit. So steht auf Platz sieben Bäckermeister Florian Perkmann, der bereits 2002 für die CSU in den Stadtrat eingezogen war. Und mit Lisa Hilbich, Sprecherin der Initiative Marktplatz, und dem SPD-Vorsitzenden Thomas Schneider stehen zwei Neulinge hinter Fraktionssprecher und Zweitem Bürgermeister Paul Fertl, der die Spitzenposition innehat. Ebenfalls ungewöhnlich ist, dass mit Klaus Beer und Stefan Baumgartner der Vorsitzende des Trachtenvereins und sein Vorgänger vertreten sind. Absehbar war, dass Bürgermeisterkandidat Walter Fraunhofer – wie angekündigt – nicht mehr für den Stadtrat antritt.

Lesen Sie auch: Alle Namen - diese Kandidaten stehen im Landkreis Miesbach bereits fest

„Wir sind mit dieser Liste sehr zufrieden“, sagt Schneider. „Wir wollten eine Verjüngung und mehr Frauen. Das ist uns gelungen.“ Besonders freut es ihn, mit Beer und Baumgartner zwei sehr aktive Vereinsleute gewonnen zu haben. Auch Perkmann sei ein Gewinn. „Er hat sich bei der CSU nicht mehr wohlgefühlt.“

Die Zielsetzung ist klar: Die SPD, die mit 13 Parteilosen antritt, will mehr als die bisherigen sechs Sitze holen, zumal die aktuellen Stadtratsmitglieder bis auf den parteilosen Fraunhofer wieder antreten. Vor allem die Themen Kinder- und Jugendbetreuung, bezahlbarer Wohnraum, Klimaschutz, Stärkung der heimischen Wirtschaft und eine maßvolle Haushaltsführung stehen bei der SPD im Mittelpunkt. Und mehr Dialog mit Bürgern und Vereinen. „Wir brauchen wieder mehr Miteinander“, stellt Schneider fest. „Das ist zuletzt bei der Stadt auf der Strecke geblieben.“

ddy

Die Kandidaten

1. Paul Fertl, 2. Elisabeth Hilbich, 3. Thomas Schneider, 4. Hedwig Schmid, 5. Bernhard Altmann, 6. Inge Jooß, 7. Florian Perkmann, 8. Bianca Lingnau Kraus, 9. Aleksandar Novkovski, 10. Gabriela Hofbauer, 11. Stefan Baumgartner, 12. Nina Kraus, 13. Martin Ritzinger, 14. Micol Krause, 15. Klaus Beer, 16. Gabriele Broszonn, 17. Bernhard Wurm, 18. Elisabeth Schwab, 19. Jürgen Bügler, 20. Sabine Schubeck, 21. Franz Reischl, 22. Annemarie Brinz, 23. Leon Walther, 24. Siegfried Hacker. Nachrücker: 25. Michaela Schäffer, 26. Alois Pribil, 27. Hermann Kraus, 28. Gerd Schmid.

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