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Mehr liberale Politik will Ursula Lex in den Landkreis einbringen – am liebsten als neue Landrätin.

Kommunalwahl 2020

Ursula Lex tritt als Landratskandidatin für die FDP an

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Der Kreis der Landratskandidaten hat sich um einen prominenten Namen erweitert: Ursula Lex tritt bei der Kommunalwahl am 15. März 2020. Die Kreisvorsitzende der FDP wurde bei der Aufstellungsversammlung im Miesbacher Bräuwirt nominiert.

Es war eine Entscheidung, die erst relativ kurzfristig gefallen ist. Eigentlich wollte Lex ihrem Stellvertreter Martin Eberhard aus Irschenberg, der bereits 2014 angetreten war, den Vortritt lassen, doch dieser lehnte ab. Also übernimmt jetzt die Chefin. „Denn dass wir keinen Kandidaten aufstellen“, sagt Lex, „das geht nicht.“

Wahlkampferprobte Kommunalpolitikerin

Es ist nicht die erste Wahl für die 55-jährige Betriebswirtin aus Miesbach, die im eigenen Familienbetrieb mitarbeitet. Bei der Landtagswahl im vergangenen Wahl trat sie ebenfalls als Direktkandidatin an und verpasste den Einzug über die Liste knapp. Nun also ist die Position der Landrätin ihr Ziel. Es wäre das erste Mal, dass eine Frau das höchste Amt im Landkreis ausüben würde. Mit Christine Negele (SPD) steht bereits eine weitere Kandidatin fest.

Hier geht‘s zur Übericht: Diese Kandidaten stehen bereits fest

Von dieser unterscheidet sich Lex in einem Punkt ganz deutlich: „Ich halte nichts von einer Frauenquote“, sagt die liberale Galionsfigur im Landkreis, die auch an der Spitze des Liberalen Mittelstands Bayern steht. „Ich habe immer alles allein geschafft – ohne Quote. Und unsere Liste für den Kreistag weist auch fast 50 Prozent Frauen auf – ohne Quote. Und im Landesvorstand des Liberalen Mittelstands bin ich auch von vielen Männern umgeben.“ Sie setze darauf, Frauen zu überzeugen, sich etwas zuzutrauen.

„Das Liberale muss wieder mehr nach vorne“

Im Landkreis sieht Lex die Zeit für die FDP gekommen: „Das Liberale muss wieder mehr nach vorne. Das geht mir persönlich sehr ab.“ Sie selbst ist im Kreistag, in den sie im März für Wolfgang Schneider nachgerückt war, mittlerweile angekommen. Aus diesen Eindrücken entwickelt sie auch ihr Wahlprogramm. „Meine Erfahrung ist, dass man den Landkreis wie ein Unternehmen führen muss.“ Als Betriebswirtin habe sie gelernt, wie man Ziele erreicht und eine Infrastruktur aufbaut. Vor allem aber setzt sie auf Transparenz. „Der Bürger will mitgenommen werden. Zudem denkt jede Gemeinde anders. Darauf muss man ein Auge haben und auch bereit sein, überparteiliche Lösungen finden.“

Die Themenpalette, die es anzupacken gelte, ist breit: Bauen – gerade beim Wohnungsbau – vereinfachen, dabei den Naturschutz nicht außer acht lassen, die Verkehrsprobleme angehen sowie Handwerk und Ausbildung stärken. „Unser Ziel muss es sein, der Jugend und jungen Familien etwas zu bieten, damit keine Landflucht einsetzt“, sagt Lex. Gleichzeitig solle der Landkreis auch für Senioren lebenswert bleiben. „Man muss Ahnung von diesen Themen haben und einfach beginnen.“

Den Blick des Bürgers bewahrt

Auch als FDP-Kreisvorsitzende und Landtagskandidatin hat sich Lex den Blick des Bürgers auf die Politik bewahrt. „Ich bin erst vor 14 Jahren zur FDP gekommen“, sagt sie. Zuvor war sie berufstätig, hat zwei Kinder groß gezogen und sich sozial beim Kinderschutzbund engagiert. Dann kam die Politik. „Weil ich mit vielem unzufrieden war. Aber mit schimpfen allein lässt sich nichts verändern.“

Auf politischer Bühne schon. „Hier etwas zu erreichen, finde ich toll.“ Die Zügel in die Hand nehmen könne sie – sei es im Job, bei der FDP, im Wahlkampf oder wie früher bei den Pfadfindern. „Es wird auf alle Fälle eine spannende Sache, und darauf freue ich mich.“

ddy

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