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In der Stichwahl: Olaf von Löwis (CSU, l.) und Wolfgang Rzehak (Grüne).

Zwei Mal Löwis, zwei Mal Rzehak

Kommunalwahl 2020: Vier Parteien geben Empfehlungen für Landrats-Stichwahl ab

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Vier Parteien, die bei der Landrats-Stichwahl am 29. März keinen Kandidaten ins Rennen schicken, haben ihre Wahlempfehlungen bekanntgegeben. Das Ergebnis: Zwei Mal Löwis, zwei Mal Rzehak.

+++Ergebnisse der Stichwahl+++

Landkreis – 36,75 Prozent für Olaf von Löwis (CSU), 27,44 Prozent für Wolfgang Rzehak (Grüne). Zusammengenommen 64,19 Prozent der Wähler, deren Entscheidung auch für die Stichwahl am Sonntag, 29. März, bereits feststehen dürfte. Doch wie entscheiden sich die restlichen 35,81 Prozent? Diejenigen also, die sich am 15. März für einen der anderen Herausforderer entschieden haben? Die meisten Parteien lassen ihre Wähler nicht allein und geben eine Empfehlung für einen der beiden Stichwahlkandidaten ab.

Kommunalwahl 2020: Vier Parteien geben Empfehlungen für Landrats-Stichwahl ab

Bei der SPD hat man sich in einer wegen des Coronavirus online durchgeführten Abstimmung einstimmig auf den Amtsinhaber geeinigt. „Er hat seinen Job gut gemacht und hat mit uns die größten Schnittmengen“, erklärt SPD-Kreisvorsitzender Hannes Gräbner auf Nachfrage unserer Zeitung. Auch Christine Negele, die bei der Landratswahl nur 4,54 Prozent holte, spricht sich für die Wiederwahl Rzehaks aus.

Er habe als Landrat während der Schneekatastrophe im Januar 2019 bewiesen, „dass er ungewöhnliche Situationen gut meistern kann“. Auch die Coronakrise manage er „unaufgeregt und effektiv“. Ferner würdigt Negele die Bereitstellung von Haushaltsmitteln zur Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs sowie der Dienstwohnungen am Krankenhaus sowie beim neuen Landratsamt als Verdienste Rzehaks. „Die SPD im Landkreis Miesbach ist mit dem Wahlspruch „Spurwechsel in die Zukunft“ in den Kommunalwahlkampf gegangen. Mit Wolfgang Rzehak können wir dieses Ziel eher erreichen als mit seinem Herausforderer“, betont Gräbner.

Auch auf die Stimmen der Wähler der Linken (Kandidatin Angela Sterr brachte es allerdings nur auf 1,34 Prozent) darf der Amtsinhaber hoffen. „Als Linker kann man sich nur für Wolfgang Rzehak entscheiden“, sagt Kreisvorsitzender Jörg Hager. Ähnlich deutlich, aber zugunsten von Olaf von Löwis, äußert sich Loris-Marco Gelesch, Kreisvorsitzender der Bayernpartei. Er rate den Wählern von Martin Beilhack (4,20 Prozent), ihr Stichwahl-Kreuzchen beim CSU-Kandidaten zu setzen. „Als konservativer Wähler liegt das in der Natur der Dinge“, findet Gelesch.

Eine Spur zurückhaltender gibt sich der FWG-Kreisverband. Hier empfiehlt man den Wählern von Andreas Hallmannsecker, der immerhin 17,68 Prozent auf sich vereinen konnte, für einen „neuen Landrat“ zu votieren. Der Name Olaf von Löwis fällt dabei aber nicht. Die FWG sei bei der Landratswahl angetreten, „um in der Landkreisführung einen Politikwechsel herbeizuführen“, teilt der Kreisverband in einem Schreiben mit.

An dieser Grundeinstellung habe sich für die Stichwahl nichts geändert. „Der Landkreis braucht einen neuen Landrat, der die Interessen unserer Bevölkerung vertritt und sich bei den wichtigen Themen wie die Sicherung des Trinkwassers und die Verhinderung weiterer Schutzgebietsausweisungen der Stadt München für uns einsetzt“, heißt es in der Pressemitteilung. „Und wir brauchen einen neuen Landrat, der die Verbesserung der Verkehrssituation im Landkreiszur Chefsache macht.“

Deutlich kürzer fallen die Statements von FW und FDP aus: Beide Parteien wollen keine Wahlempfehlung abgeben. „Wir wollen im Kreistag überparteilich gut zusammenarbeiten“, sagt FDP-Kreisvorsitzende Ursula Lex. Egal, mit welchem Landrat. „Ich traue es beiden zu“, sagt Lex. Wie sich die AfD positioniert, bleibt offen. Kandidat und Kreisvorsitzender Alois Ostermair war nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. 

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