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Freuen sich auf das Gastspiel im Jubiläumsjahr des Kulturzentrums: Regisseur Thomas Stammberger, Produzent Wolfgang Weber sowie Max Kalup, Leiterin Isabella Krobisch und Veronika Leo vom Waitzinger Keller. 

Produktion im Waitzinger Keller im September

TV-Klassiker Komödienstadel kommt nach Miesbach

Er ist ein Klassiker im Bayerischen Fernsehen und ein Quotengarant zwischen Tatort und ZDF-Schnulze: Der „Komödienstadel“ kommt in den Waitzinger Keller - Blick hinter die Kulissen inklusive.

Miesbach– „Der BR würdigt unser Jubiläum und besetzt unser Haus für zwei Wochen“, sagt Isabella Krobisch, Leiterin des Waitzinger Kellers. Von 18. September bis 2. Oktober zeigt der „Komödienstadel“insgesamt viermal das neue Stück „Der Greis ist heiß“. Zweimal ohne Kameras, zweimal mit.

Seit gut zwei Jahren geht das Team raus ins Sendegebiet, erklärt der geschäftsführende Produzent Wolfgang Weber. Zweimal war es in Füssen, einmal in Erlangen. Jetzt sei Oberbayern dran, wohin das Format ja auch am besten passe, meint Regisseur Thomas Stammberger. „Man merkt, dass es hier mehr knistert“, sagt er über Miesbach.

Das Stück „Der Greis ist heiß“ stammt aus der Feder von Cornelia Willinger, unter anderem Drehbuchautorin von Serien wie „Die Hausmeisterin“ und „Der Bulle von Tölz“. In einem Altersheim versucht die Leiterin, den höchst eigenwilligen Haufen im Zaum zu halten – darunter ein Almbauer, ein Jäger und eine streng religiöse und vermeintlich besonders brave Dame. „Wir bemühen uns, nicht ins Klischee zu rutschen“, verspricht Stammberger. „Aber natürlich sind das starke Typen.“ Auf der Bühne stehen unter anderem „Komödienstadel“-Legende Heide Ackermann – eine gebürtige Fischbachauerin – und Winfried „Waggi“ Hübner. Kabarettistin Maria Peschek wird erstmals im „Komödienstadel“zu sehen sein und als pensionierte Schlangentänzerin den Mitbewohnern den Kopf verdrehen.

Die Darsteller erwartet eine knifflige Gratwanderung: Sie müssen sowohl das Publikum im Saal erreichen und sich gleichzeitig für die Kamera in Szene setzen – zwei eher konträre Aufgaben, denn ausladende Gestik und Mimik, die auch weiter entfernt von der Bühne zu sehen ist, wirkt in der Nahaufnahme der Kamera übertrieben künstlich. „Eine große Kunst“, erklärt Regisseur Stammberger. Anders als bei einem normalen Dreh müssen sich die Schauspieler vor Saalpublikum die Stellung von Licht und Kamera auch nicht bloß für 30 Sekunden-Takes einprägen, sondern für 90 Minuten am Stück. Ab und an könne es dennoch mal vorkommen, dass eine Szene wiederholt werden muss, und bei der Aufzeichnung kann schon mal ein Kameramann die Sicht einschränken. Vom Publikum gab’s deshalb aber bislang nie Beschwerden, sagt Stammberger: „Es ist auch mal spannend zu sehen, wie Fernsehen funktioniert.“

Einen noch tieferen Einblick hinter die Kulissen können Amateur-Theatermacher und alle anderen Interessierten am Tag der Premiere am Samstag, 23. September, erleben: beim Tag der offenen Bühne, den der „Komödienstadel“ in Miesbach erstmals organisiert. Beginn ist laut Zeitplan um 11.30 Uhr im Foyer, danach erwarten die Teilnehmer Backstage-Führungen sowie Vorträge und Gespräche mit Regisseur, Produzent und Schauspielern und ein Besuch der Probe, bei der einzelne Szenen den letzten Feinschliff erhalten. Teilnehmen können nur Inhaber einer Eintrittskarte für eine der vier Vorstellungen in Miesbach: Mit der Ticketnummer können sie sich auf der Theaterbox-Homepage anmelden (Anmeldeschluss: 17. September). Die Teilnahme kostet zehn Euro.

Vorstellungen und Vorverkauf

Die Vorstellungen von „Der Greis ist heiß“ finden statt am Samstag, 23., Freitag, 29., und Samstag, 30. September, jeweils um 20 Uhr sowie am Sonntag, 24. September, um 16 Uhr. Tickets zu 26 Euro gibt es im Vorverkauf beim Waitzinger Keller.

Katrin Hager

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