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Alles anders: Die Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee hat ihre Gebührenstruktur bei Girokonten aktualisiert.

Immer mehr Online-Nutzer

Konto-Flatrate: Sparkassen stellt alle Kunden um

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Landkreis - Online-Banking mit einem Girokonto aus den 1990er-Jahren – das passt nicht zusammen. Deshalb stellt die Kreissparkasse nun alle Kunden auf die neue Gebührenstruktur um.

Bankgeschäfte am Computer sind heute für viele Kunden genauso normal wie die Kartenzahlung an der Supermarktkasse. Das hat auch die Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee festgestellt. „Über die Hälfte unserer Privatkunden nutzen Online-Banking“, sagt Marktbereichsleiter Markus Scheer. Wirklich profitiert haben allerdings bislang die wenigsten – zumindest was die Gebühren anbelangt. Je nach Girokontomodell kassierte die Sparkasse pro Kartenzahlung oder Lastschrift 40 Cent.

Kein Wunder, meint Scheer. „Ein Teil unserer Kontomodelle stammt aus den späten 1990er-Jahren.“ Also aus einer Zeit, in der auch das Internet noch in den Kinderschuhen steckte. Jetzt zieht die Kreissparkasse nach. Statt aus vier können die Kunden künftig nur noch aus zwei Girokonten auswählen: „Online Flat“ und „Komfort Flat“. In den vergangenen Tagen hat die Bank per Brief über die automatische Umstellung informiert. Nicht jeder dürfte sich im ersten Moment darüber gefreut haben. Tatsächlich nämlich steigt die Grundgebühr an – etwa um 40 Prozent auf monatlich 4,90 Euro bei der „Online Flat“. Was die Gesamtgebühr anbelangt, ist jedoch für viele ein Aufatmen angesagt. Alle Online-Leistungen wie Kontobuchungen, Kartenzahlung oder Überweisungen sind künftig inklusive.

Von Geschäften in der Filiale sollten Internet-Kunden dafür aber die Finger lassen. So schlagen das Einrichten von Daueraufträgen am Serviceterminal mit einem Euro, Überweisungen per Beleg sogar mit 2,50 Euro zu Buche. Wer darauf nicht verzichten möchte, dürfte mit der „Komfort Flat“ für 9,90 Euro pro Monat besser fahren. „Alles inklusive“ lautet hier das Motto.

Laut Scheer ist die Sparkasse mit den neuen Kontomodellen dem „Wunsch nach Vereinfachung und größerer Kostentransparenz“ nachgekommen. „Unser Kunde bezahlt nur für die Leistung, die er in Anspruch nimmt“, sagt der Marktbereichsleiter.

Das Argument, dass Direktbanken die meisten Leistungen komplett kostenlos anbieten, will er nicht stehen lassen. So könne kein Girokonto kostenlos geführt werden, sondern - wenn überhaupt - nur gebührenfrei für den Kunden. Selbst reine Online-Banken müssten Rechenzentren nutzen und ihre Mitarbeiter bezahlen, betont Scheer. „Man muss kein Kaufmann sein, um zu erkennen, dass diese Rechnung auf Dauer nicht aufgehen kann.“

sg

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