Letzte Vorbereitungen: Manfred Ringel vom Bauhof hat in den vergangenen Wochen das Miesbacher Warmfreibad startklar gemacht, damit die Badegäste sofort ins Wasser können, wenn es die Corona-Vorschriften zulassen.
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Letzte Vorbereitungen: Manfred Ringel vom Bauhof hat in den vergangenen Wochen das Miesbacher Warmfreibad startklar gemacht, damit die Badegäste sofort ins Wasser können, wenn es die Corona-Vorschriften zulassen.

Jetzt muss nur das Wetter mitspielen

Freibäder sind bereit für den Sommer

  • Sebastian Grauvogl
    VonSebastian Grauvogl
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  • Dieter Dorby
    Dieter Dorby
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Auch wenn es das Wetter nicht vermuten lässt: Eigentlich ist bereits Badezeit. In den Freibädern des Schlierach-/Leitzachtals ist man deshalb bereit zum Öffnen – wäre da nicht der aktuelle Lockdown. Das Motto zum Start in den Sommer lautet deshalb: Inzidenz runter, Temperaturen rauf!

Landkreis – Stabil unter 100 – diese 7-Tage-Inzidenz ist nötig, um die Freibäder zu öffnen. Wann das im Landkreis Miesbach der Fall sein wird, mag derzeit kaum einer prognostizieren, aber dass es in absehbarer Zeit soweit sein wird, daran zweifelt keiner. Entsprechend bereiten sich die Betreiber alle auf eine zügige Öffnung vor.

Warmfreibad Miesbach

Den Lagebericht für das Warmfreibad in Miesbach beschreibt Erhard Pohl, der im Stadtrat als Referent für die Anlage fungiert, so: „Wasser ist drin. Das Becken ist gereinigt. Alles ist vorbereitet. Wir sind bereit und warten auf den Startschuss.“ Nur dass den diesmal nicht das Rathaus gibt, sondern gewissermaßen die Staatsregierung. Denn erst ab einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 100 dürfen die Freibäder öffnen. „Wir können innerhalb von zwei, drei Tagen aufsperren, müssen aber noch abwarten“, sagt Pohl und meint damit auch die Auflagen, die der Betrieb im Rahmen der Corona-Schutzmaßnahmen erfordert. „Wir gehen davon aus, dass der Betrieb wie im Vorjahr laufen wird.“ Also mit Maske, Abstand und Security.

Eigentlich hätte das Bad unter normalen Umständen so um den 12. Mai geöffnet, aber viel verpasst habe man angesichts der kühlen Witterung nicht. „Wir sind also nur bedingt traurig.“

Der Saisonkartenverkauf startet jedenfalls erst mit Öffnung des Bades. 60 Euro kostet sie für Erwachsene, 20 Euro für Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre – auch bei einer verkürzten Saison sei der Preis dafür günstig, findet Pohl: „Nach dem 20. Besuch badet man gratis.“ Und auf diese Zahl kommt man umso leichter, wenn heuer der Urlaub coronabedingt ausfällt. „Im vergangenen Jahr waren uns deshalb viele Besucher dankbar, dass die Stadt das Bad geöffnet hat, obwohl das mit ziemlichen Mehrkosten verbunden war.“ Auch heuer wolle man die Badegäste nicht enttäuschen.

Und auch trotz des Neubaus der Anlage soll keine Badesaison ausfallen. „Wenn es geht, wollen wir die Arbeiten über den Winter ausführen lassen“, sagt Pohl. Dazu müsste das Bad Ende August schließen und Anfang Juni wieder öffnen – allerdings noch nicht heuer.

Auch im Tegernseer Tal sind die Freibäder startklar.

Warmfreibad Fischbachau

Seinen Minigolfplatz in Schliersee hat Gregor Weidner seit gut zwei Wochen geöffnet. Nach einigem Hin und Her und zahlreichen Telefonaten hätten ihm die Behörden mitgeteilt, dass seine Einrichtung nicht als Freizeitpark, sondern als Stätte für kontaktlosen Individualsport anzusehen sei. Deshalb darf Weidner wieder Bälle und Schläger an seine Gäste ausgeben – solang nur ein Haushalt pro Bahn spiele. Auch für sein neues zweites Standbein, das Bistro im Warmfreibad Fischbachau, wünscht sich Weidner Klarheit.

Von der Staatsregierung weiß er nun zumindest, dass die Freibäder in Bayern ab einer stabilen Inzidenz von unter 100 samt Terminbuchung und Testpflicht für die Besucher öffnen dürfen. Doch trotzdem ist noch vieles unsicher für ihn und seinen Kompagnon Manfred Nerz.

Wie berichtet, sind Weidner und Nerz davon ausgegangen, dass das Warmfreibad Ende Mai seine Türen öffnet – und sie damit mit ihrer Gastronomie starten können. Doch die nur langsam sinkende Corona-Inzidenz im Landkreis Miesbach macht die Planung schwierig. Weder Waren noch Personal könne man derzeit organisieren. Immerhin können die Handwerker, die derzeit noch mit dem Umbau des Bistros beschäftigt sind, in Ruhe ihre Arbeiten abschließen. „Noch“, sagt Weidner, „stehen die Gerüste drin.“

Strandbad Schliersee

Fleißig gewerkelt wird auch im Strandbad Schliersee. Die Vorbereitungen laufen schon auf Hochtouren, sagt Betreiber Tom Loch: „Unser Personal haben wir schon eingestellt.“ Mit Putzen und Aufbauen gebe es genug zu tun. Durch die Corona-Regeln habe man vor der Öffnung ohnehin eine Woche Vorlauf. Rein vom Wetter her betrachtet sei bislang aber noch nicht viel verloren gegangen, sagt Loch. „Das war bis jetzt eh nicht badetauglich.“

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