Kümmerin: Artenschutz und die Vielfalt der Lebensräume liegen Christina Neger am Herzen.
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Kümmerin: Artenschutz und die Vielfalt der Lebensräume liegen Christina Neger am Herzen.

Christina Neger ist Biodiversitätsberaterin für den Landkreis

Aktiv im Interesse des Artenschutzes

Miesbach – Der Landkreis Miesbach hat nun eine Biodiversitätsberaterin: Christina Neger. Der studierten Geoökologin ist 23 Jahre alt und versteht ihre Aufgabe als Kümmerin um den Erhalt der Artenvielfalt. Im Fokus stehen dabei hiesigen Schutzgebiete.

Im Landkreis Miesbach liegen zum Beispiel zwei „Natura 2000“-Gebiete. Was klingen mag, wie ein ökologischer Staubsauger, bezeichnet tatsächlich Vogelschutzzonen. Um den Schutz dieser einzigartigen Gebiete zu gewährleisten, haben die Unteren Naturschutzbehörden in Bayern die neuen Stellen der Biodiversitätberater geschaffen. Diese sollen in ihre jeweiligen Landkreise hineinwirken und immer dann als Ansprechpartner zur Stelle sein, wenn Landwirte, Kommunen, Grundeigentümer oder einfach auch interessierte Bürger Fragen zum Thema Artenschutz haben. Neben Fragen zum Natura 2000-Gebietsmanagemen gehören auch das Artenhilfsprogramm, der Vertragsnaturschutz und die Landschaftspflegerichtlinien zu ihren Aufgabenfeldern. Erklärtes Ziel ist auch, dass sich die Beauftragten auch untereinander vernetzen.

Biodiversitätsbeauftragte lobt Leistung der Landwirtschaft

Konkret wird Christina Neger an einem sogenannten Biotopverbund arbeiten. „Dabei sollen Schutzgebiete und artenreiche Einzelflächen miteinander vernetzt werden.“ Dies könne auf Wiesen, Weiden oder an Hangstrukturen geschehen und habe zum Ziel, die Artenvielfalt zu stärken. Außerdem freue sie sich besonders darauf, mit den Landwirten Miesbachs zusammenzuarbeiten. „Viele bedeutsame Lebensräume wie artenreiche Mähwiesen, Almweiden oder Streuwiesen sind erst durch die Bewirtschaftung entstanden und können auch nur durch diese Bewirtschaftung erhalten werden“, sagt Neger. „Der Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt, der hier geleistet wird, sollte wertgeschätzt werden.“ Gemeinsam mit den Landwirten wolle sie Konzepte erarbeiten, um deren gute Arbeit fortzusetzen und wo möglich zu intensivieren.

Erfahrung im Wattenmeer gesammelt, jetzt im Oberland aktiv

Aufgewachsen in Eichstätt hat Neger nach ihrem Studium Erfahrungen als praktische Geoökologin in Starnberg auch am niedersächsischen Wattenmeer gesammelt. „Das sind jetzt natürlich sehr unterschiedliche Naturräume, die dann auch andere Arten beherbergen. Im Landkreis Miesbach wird man kaum einem Wattwurm begegnen“, sagt sie lachend. Dafür freue sie sich besonders auf die Arbeit in den Mooren und auf den pittoresken Almweiden des Landkreises.

Alpine Landschaft gehört zu den artenreichsten Lebensräumen in Deutschland

Eine Gemeinsamkeit hätten das Wattenmeer und die alpine Landschaft Miesbachs aber dann doch: Sie gehören zu den artenreichsten Lebensräumen in Deutschland. Und das soll auch so bleiben: „Mir ist es wichtig, dazu beizutragen, unseren Artenreichtum und die Vielfalt an Lebensräumen, die unsere wunderschöne Landschaft auszeichnen, für die nachfolgenden Generationen zu erhalten.“

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