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Freuen sich auf eine dreijährige Partnerschaft: (v.l.) Sabine Unger, Leiterin der Munich Creative Business Week (MCBW), Nina Shell, MCBW-Beauftragte für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, SMG-Geschäftsführer Alexander Schmid und Regionalmanagerin Ingrid Wildemann-Dominguez haben eine Kooperation vereinbart.

Neues Projekt der Standortmarketinggesellschaft 

Design ist Trumpf

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Der Kreis Miesbach ist die erste Partnerregion der „Munich Creative Business Week“. Der Auftritt soll Kreative in die Region locken.

Im Schafkopf würde man es wohl ein gelungenes Solo nennen. Tatsächlich spielte Alexander Schmid, Geschäftsführer der Standortmarketing-Gesellschaft (SMG) Landkreis Miesbach, den Trumpf seiner Region genau zur richtigen Zeit aus. „Wir haben uns immer mal wieder überlegt, wie wir unsere Veranstaltungen auch in ländliche Gebiete bringen können“, sagt Sabine Unger, Leiterin der Munich Creative Business Week (MCBW), einer neuntägigen Veranstaltungsreihe zum Thema Design in der Landeshauptstadt. Parallel dazu suchte die SMG nach Möglichkeiten, die Kreativszene noch mehr auf den Landkreis Miesbach aufmerksam zu machen. „Da hab ich einfach mal eine E-Mail an die MCBW geschickt“, erzählt Schmid schmunzelnd. Der Stich ging an ihn.

Bei der neunten Auflage des mit 60 000 Besuchern aus 48 Ländern deutschlandweit größten Design-Events gibt es nicht nur ein Partnerland, sondern erstmals auch eine Partnerregion: den Landkreis Miesbach. 240 Veranstaltungen wie Ausstellungen, Konferenzen und Workshops rund ums Thema Gestaltung werden vom 4. bis 12. März in der Landeshauptstadt stattfinden. Drei davon richtet die SMG aus: eine Podiumsdiskussion und einen Vortrag in München und – gewissermaßen als MCBW-Gastspiel im Landkreis – ein ganztägiges Symposium in der Büttenpapierfabrik in Gmund. Nur ein Unternehmen von vielen, das das Münchner Event-Team in der „Wundertüte“ Miesbach entdeckt hat, wie Unger betont. „So gesehen war eine Partnerschaft längst überfällig.“

Dass die nun gleich für drei Jahre geschlossen wurde, freut auch Ingrid Wildemann-Dominguez, die sich bei der SMG schwerpunktmäßig um das Thema Innovation kümmert. „Das ist schon ein großer Aufschlag für uns“, sagt die Regionalmanagerin. Sie ist überzeugt, dass sich Stadt und Land – gerade in der Kreativbranche – gegenseitig befruchten können.

Quasi als Sinnbild dieser Verbindung von Tradition und Innovation hat sie für den MCBW-Auftritt des Landkreises ein Logo in Form einer Spielkarte entwickelt. Darauf abgebildet ist der Eichel-Ober – der höchste Trumpf beim Schafkopf. Einmal trägt er Trachtenjacke, Gamsbart und hält einen Schreibblock in der Hand, einmal gibt er sich lässig mit Pulli, Basecap und Tablet. So soll er also aussehen, der moderne „Oberlandler“. Ein Sinnbild für all die Kreativschaffenden, die sich nicht mehr zwischen Stadt- und Land entscheiden möchten.

Und genau die will die SMG in den Landkreis Miesbach holen. Oder dafür sorgen, dass sie diesen gar nicht erst Richtung Metropole verlassen. „Unsere Gegend wird zwar oft als schön wahrgenommen, aber noch nicht so recht als innovativ“, sagt Schmid. Projekte wie die Coworking-Areas in Dürnbach und Miesbach und der Miesbacher Pop-Up-Store würden jedoch beweisen, dass genau dieses Potenzial im Bereich zwischen Holzkirchen, Tegernsee und Schliersee schlummert. Der Auftritt bei der MCBW biete der SMG die Chance, das auch in der Landeshauptstadt und darüber hinaus bekannt zu machen.

Doch die Münchner Event-Organisatoren ringen selbst noch um die Aufmerksamkeit des breiten Publikums. „Viele Leute denken bei Design nur an Mode oder Schmuck“, sagt Nina Shell, die sich bei der MCBW um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit kümmert. Das sei aber ein Irrglaube. Vielmehr gehe es um Gestaltung im Allgemeinen – egal ob von Whisky-Flaschen oder Küchenmöbeln. Diese Botschaft zu vermitteln, sei jedes Jahr wieder eine neue Herausforderung.

Als solche begreift auch die SMG ihren ersten Versuch, bei der MCBW Fuß zu fassen. Wildemann-Dominguez gibt sich zuversichtlich: „Wir haben Zeit, uns zu entwickeln.“ Und Schmid hofft schon wieder auf den nächsten Joker im Spiel: „Vielleicht“, meint der SMG-Chef schmunzelnd, „steht MCBW ja irgendwann mal für Miesbach Creative Business Week.“

Das Programm: 

Mit drei eigenen Veranstaltungen beteiligt sich die Standortmarketinggesellschaft (SMG) Landkreis Miesbach beim Design-Event „Munich Creative Business Week“ (MCBW). Den Auftakt macht die Podiumsdiskussion „design connects. StadtLand“ am Dienstag, 7. März, um 11 Uhr in der Bar „Frau Bartels“ (Klenzestraße 51) in München. Bei einer „Creative Teatime“ im MCBW-Forum auf der Museumsinsel gibt es am Donnerstag, 9. März, um 17 Uhr einen Vortrag zum Thema „Smart Brands“ zu hören. Höhepunkt ist dann das ganztägige Symposium „MCBW meets MB“ am Samstag, 11. März, in der Büttenpapierfabrik in Gmund. Von 11 bis 12.30 Uhr referieren unter der Moderation von Philosoph Prof. Wilhelm Vossenkuhl unter anderem die Schlierseer Snowboard-Legende Peter Bauer, der Miesbacher Online-Shop-Berater Johannes Altmann und der Möbelhersteller Nils Holger Moormann über die die erfolgreiche Verbindung von Stadt und Land. Nach der Mittagspause können die Gäste dann zwischen sechs Kreativ-Workshops wählen. Die Gebühr beträgt 25 Euro inklusive Bustransfer aus München, Mittagsbuffet, Getränken und Werksführung. Bei eigener Anreise werden nur 15 Euro fällig. Anmeldungen nimmt die SMG unter office@smg-mb.de, z 0 80 25 / 9 93 72 25, sowie unter https://eveeno.com/MCBWmeetsMB entgegen.

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