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Schon seit vergangenem Jahr und damit unabhängig vom Coronavirus ist die Batusa-Halle in Holzkirchen wegen eines Wasserschadens geschlossen.

Einhaltung des Hygienekonzepts nicht gesichert

Hallen bleiben für Sportler geschlossen

  • Sebastian Schuch
    vonSebastian Schuch
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Die Sporthallen im Kreis Miesbach bleiben bis auf Weiteres geschlossen. Die nötigen Hygienemaßnahmen können nicht garantiert werden.

Landkreis – Die Hoffnung der Vereinssportler in der Region war groß, nachdem Bayerns Innenminister Joachim Hermann die Öffnung von Sport- und Schulhallen ab Montag, 8. Juni, in Aussicht gestellt hatte. Am Freitag der Rückschlag: Vereinssport in der Halle bleibt im Kreis Miesbach bis auf Weiteres untersagt, die Hallen für Sportler gesperrt. Das teilte das Landratsamt in einer Pressemitteilung mit.

„Nach reiflicher Überlegung mussten wir leider feststellen, dass wir die Einhaltung dieser Anforderungen, insbesondere die Belüftung und die Desinfektionen unmittelbar nach jedem Training, nach aktuellem Stand nicht gewährleisten können“, sagte Sabine Kirchmair, Sportreferentin des Landkreises, und bezog sich auf ein fachbereichsübergreifendes Rahmenhygienekonzept, das die Mitarbeiter des Landratsamts erarbeitet haben.

Gefahr weiterer Corona-Fälle und Schulschließungen

Konkret geht es darum, dass die Hallen nach einer maximal einstündigen Trainingseinheit komplett durchlüftet werden müssten. Durch automatische Lüftungssysteme würde sich die Trainingszeit teilweise erheblich verkürzen. Außerdem müssen die Betreiber der Halle in dieser Lüftungspause sämtliche Kontaktflächen –etwa Türklinken und Trainingsgeräte – desinfizieren. „Da die Reinigungsfirmen bereits in den Schulen überbeansprucht sind, haben sie dafür keine Kapazitäten mehr frei“, erklärte Kirchmair. Darüber hinaus müssten Sportler und Trainer die weiteren Hygienemaßnahmen einhalten und das Landratsamt als verantwortliche Behörde dies überprüfen.

„Zudem besteht die Gefahr, dass, sollte im Vereinssport auch nur ein positiv getesteter Corona-Fall auftreten, die gesamte Schule mitsamt der Halle gesperrt würde. Auch um dieses Szenario zu verhindern, haben wir uns entschlossen, die Landkreis-Hallen bis auf Weiteres nicht zu öffnen“, sagte Kirchmair bedauernd. In die Entscheidung sei auch mit eingeflossen, dass laut Kultusministerium voraussichtlich bis Ende des Schuljahrs kein Schulsport in der Halle stattfindet. Stattdessen finden dort vermehrt Prüfungen und Konferenzen statt, da der Mindestabstand garantiert werden kann. Laut Landratsamt würden aufgrund dessen nur drei von acht Landkreis-Hallen für den Vereinssport zur Verfügung stehen – selbst bei geringeren Auflagen.

Sport im Freien weiter möglich

Wann die Vereine wieder in die Hallen im Landkreis dürfen, ist offen. „Wir wissen, wie schmerzhaft es für alle Sportler ist, noch weiter auf den Hallenbetrieb zu verzichten“, betont Kirchmair. Deshalb setze man alles daran, eine baldige Hallenöffnung zu ermöglichen. Bis es eine Möglichkeit gibt, die Auflagen zu erfüllen, müssten sich die Sportler aber noch in Geduld üben.

Bis es so weit ist, müssen die Vereine weiterhin im Freien trainieren, wie es viele schon seit einigen Wochen tun – auch auf schulischen Sportanlagen. An dieser Regelung ändert sich laut Mitteilung des Landratsamtes nichts.

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