Anton Riblinger Kreisbrandrat
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Kreisbrandrat Anton Riblinger.

FEUERWEHR - Zurück in Übung und Ausbildung

Kreisbrandrat begrüßt Lockdown-Lockerung für Einsatzkräfte der Feuerwehren

  • Dieter Dorby
    vonDieter Dorby
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Landkreis – Auf eine Lockerung der Lockdown-Regeln haben die Feuerwehren im Landkreis lange gewartet. „Es ist Zeit geworden, dass wir wieder Übungen und Ausbildungen absolvieren können“, sagt Kreisbrandrat Anton Riblinger. Seit November war auch der Betrieb bei der Feuerwehr lahmgelegt. „Jetzt wurde es Zeit. Wir müssen wieder etwas tun.“

Jetzt ab März ist wieder eine Ausbildung in Truppenstärke möglich. Voraussetzung ist ein umfassendes Hygienekonzept. Gleichzeitig wird laut Riblinger darauf geachtet, dass die Trupps so gemischt sind, dass im Fall einer Infektion keine gesamte Tageseinheit ausfällt. „Die Einsatzfähigkeit muss gewährleistet bleiben.“

Auch das regelmäßige Üben hat einen hohen Stellenwert. „Einige Feuerwehren haben neue Fahrzeuge und neue Technik, mit denen sie bei Einsätzen arbeiten müssen. Der Umgang damit muss aber auch trainiert und vermittelt werden.“ Zumal man nicht vergessen dürfe, dass der Lockdown des vergangenen Jahres ebenfalls Spuren hinterlassen habe. „Wir hatten im Sommer eine kleine Zeitschiene, in der wir arbeiten konnten. Aber die dauerte nur bis Oktober.“

Nachwuchs braucht Ausbildung

Weiter verweist Riblinger auf die Ausbildung des Nachwuchses. „Auch da müssen wir etwas machen. Es geht darum, die jungen Leute auszubilden, damit wir sie auf Einsätze mitnehmen können.“

Ein Teil der Einsatzkräfte der Feuerwehren ist bereits gegen Corona geimpft worden – keine Sonderbehandlung, wie Riblinger erklärt, sondern eine Sonderlösung. „Bei uns wurden Listen ausgegeben, in die sich Interessierte freiwillig eintragen konnten“, erklärt der Kreisbrandrat. Hintergrund war das Ziel, keine Impfdosis verfallen zu lassen, wenn der ursprünglich vorgesehene Impfkandidat nicht zum Termin kam oder kommen konnte. Dabei ging es um die tiefgekühlten Stoffe von Moderna und Biontech. „Die Kollegen mussten innerhalb von 30 bis 45 Minuten verfügbar sein“, erklärt Riblinger. Ähnlich sei es bei anderen Einsatzkräften wie Polizei, Technisches Hilfswerk, Rettungsdienste und Bergwacht gewesen.

Kreisbrandrat rät zur Impfung

Aus Riblingers Sicht eine gute Lösung: „Unsere Leute sind im Einsatz, öffnen Türen bei Unfällen und sind da natürlich auch gefährdet, auch wenn sie Kleidung und Masken schützen.“ Das Problem dabei sei, dass manche Arbeitgeber der Feuerwehrleute nicht gerade begeistert sind, wenn sich ihre Mitarbeiter bei Einsätzen anstecken.

Wie viele Feuerwehrleute im Wege dieser Zweitverwertung geimpft wurden, kann Riblinger nicht sagen. „Ich weiß es schlichtweg nicht. Das ist auch nichts, was zentral von oben gesteuert wird.“ Nur so viel: Das Angebot galt nur für aktive Kräfte. Und Voraussetzung war, dass sich jeder normal über das Portal angemeldet hatte. Und wer eine Impfung ablehnt, werde auch nicht gezwungen. „Das ist die private Entscheidung jedes Einzelnen“, betont Riblinger. Wobei er zur Schutzimpfung rät. „Wir sind zwar bei Einsätzen geschützt, aber trotzdem kann immer etwas passieren.“

ddy

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