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Kooperation, aber keine Fusion: Die Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee arbeitet enger mit der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling zusammen.

Es geht ums Auslandsgeschäft

Kreissparkasse kooperiert mit Rosenheim

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Landkreis - Da schau an: Die Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee kooperiert mit der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling. Ist das doch der erste Schritt zu einer möglichen Fusion?

Nanu, bahnt sich da nun doch eine Fusion zwischen der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee und einer benachbarten Bank an? Das mögen sich einige Kunden gedacht haben, als sie jetzt mit ihren Kontoauszügen die Information erhielten, dass die Kreissparkasse im Bereich des internationalen Geschäfts eine Kooperation mit der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling eingeht. Die Kreissparkasse gibt Entwarnung: Eine Fusion sei weiter kein Thema.

Die Kooperation läuft seit wenigen Wochen. Im Auftrag der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee übernehmen die Fachberater des Rosenheimer Geldinstituts die Beratung und Produktabwicklung im internationalen Geschäft auch für Kunden aus dem Landkreis Miesbach. Ziel der Zusammenarbeit der beiden Häuser ist es, die Leistungsfähigkeit und Kompetenz im internationalen Geschäft zu steigern und damit die Kunden noch intensiver und umfassender zu beraten.

„Bei der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling steht ein erfahrenes Team mit sieben Mitarbeitern zur Verfügung“, berichtet Sparkassen-Pressesprecher Peter Friedrich Sieben. „Diese Kompetenz nutzt die Kreissparkasse, ohne eigene Ressourcen dafür aufbauen zu müssen.“ Die Abwicklung der Geschäfte erfolge stets im Namen und handelnd für die Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee.

Mit dem neuen Kooperationspartner kann die Bank jetzt alles bieten, was der Kunde als Exporteur oder Importeur benötigt – vom internationalen Zahlungsverkehr über die Absicherung von Währungsrisiken bis hin zur Abwicklung von dokumentären Auslandsgeschäften. „Die jetzige Zusammenarbeit ist ein Baustein, Kompetenzen zu ergänzen und Synergieeffekte für beide Häuser zu erzielen“, sagt Sieben. „Überlegungen zu einem weitergehenden Zusammenschluss oder gar eine Fusion sind damit nicht verbunden.“

Letzteres hatte vor einigen Wochen bereits Vorstandsvorsitzender Martin Mihalovits ausgeschlossen. Er sehe kein betriebswirtschaftliches Kriterium, das eine Fusion rechtfertigen würde. Der Landkreis Miesbach sei ein attraktiver Markt, der sowohl für die Kreissparkasse als auch die Raiffeisenbanken ausreichend Geschäftsmöglichkeiten bereithält.

Anlass für das Aufkeimen der Frage war im Oktober die Ankündigung, dass die Kreissparkasse Garmisch-Partenkirchen mit den Vereinigten Sparkassen Weilheim und der Kreissparkasse Schongau zusammengeht. Es blieb bei der Ankündigung. Ende November legte der Verwaltungsrat aus Garmisch-Partenkirchen sein Veto ein. Offenbar hatten der Verlust an Einflussnahme und an Gestaltungsmöglichkeiten die Pläne scheitern lassen. Mihalovits dürfte sich deshalb in seiner Haltung bestärkt fühlen: „Wir gehen unseren Weg konsequent weiter.“

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