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Gerhard Brandl (63) ist Vorsitzender der Kreisverkehrswacht.

„Da muss man sehr sensibel sein“

Kreisverkehrswacht nimmt Senioren am Steuer ins Visier

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Sind Senioren am Steuer ein Unfallrisiko? Glaubt man den Statistiken, deutet vieles darauf hin. Auch die Kreisverkehrswacht Miesbach hat ein Auge auf das Thema geworfen.

Miesbach – Sind Senioren am Steuer ein Unfallrisiko? Glaubt man den Statistiken, deutet vieles darauf hin. Auch die Kreisverkehrswacht Miesbach hat ein Auge auf das Thema geworfen. Am morgigen Mittwoch findet unter dem Titel „Mobilität und Älterwerden“ erstmals ein Info-Nachmittag in der Miesbacher Fahrschule Brummi fit statt. Wir haben uns mit Gerhard Brandl (63), Vorsitzender der Kreisverkehrswacht, über die Ziele des landkreisweiten Pilotprojekts unterhalten.

-Herr Brandl, bislang hat sich die Kreisverkehrswacht in erster Linie auf Schüler konzentriert. Warum nehmen Sie jetzt auch Senioren ins Visier?

Gerhard Brandl: Weil wir erkannt haben, dass wir auch für diese Zielgruppe Präventionsmaßnahmen anbieten müssen. Die Polizei berichtet von steigenden Unfallzahlen bei älteren Autofahrern, und durch die Bevölkerungsentwicklung im Landkreis steigt auch der Anteil von Senioren am Steuer immer weiter an. Da haben wir uns überlegt, wie wir diese Menschen erreichen können.

-Keine leichte Aufgabe bei so einem heiß diskutierten Thema, oder?

Gerhard Brandl: Sie sagen es. Da muss man auf jeden Fall sehr sensibel vorgehen. Deshalb legen wir auch größten Wert darauf, dass wir die Teilnehmer nur informieren, aber nicht prüfen. Unsere Veranstaltung ist nicht die Vorstufe zum Führerscheinentzug. Ganz im Gegenteil: Wir wollen dafür sorgen, dass Senioren noch möglichst lange sicher Autofahren können.

-Wie wollen Sie das schaffen?

Gerhard Brandl: Indem wir mit den Teilnehmern in lockerer Atmosphäre über bestimmte Situationen im Straßenverkehr sprechen. Nicht jeder, dessen Fahrprüfung Jahrzehnte zurück liegt, kennt sich mit jeder neuen Regel perfekt aus. Erklärungsbedarf gibt es bestimmt auch bei den vielen technischen Assistenten in modernen Fahrzeugen. Die Leute können uns alles fragen, was sie interessiert.

-Auch zu medizinischen Themen wie Reaktionsfähigkeit?

Gerhard Brandl: Klar. Allerdings haben wir bewusst keinen Arzt eingeladen, um nicht den Eindruck eines Tests zu erwecken. Wer aber weiterführende Beratung wünscht, den vermitteln wir gerne an die richtige Adresse.

Der Info-Nachmittag

findet am morgigen Mittwoch von 15 bis 17 Uhr in der Miesbacher Fahrschule Brummi fit, Bodenschneidstraße 3 in Miesbach, statt. Die Teilnahme ist kostenlos.

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