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Beratung in Gemeinderäten

Schulschachfinanzierung in der Kritik

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Fischbachau/Miesbach - Für das Schulschachprojekt müssen die Landkreisgemeinden einen 15 000 Euro-Zuschuss aufbringen. Miesbach findet das in Ordnung, Fischbachau will eine andere Lösung.

Eine bessere Konzentration, logisches Denken und große Akzeptanz bei den Schülern – damit wirbt das Schulschach-Projekt, wenn es bei Kommunen um Zuschüsse bittet. In diesem Schuljahr führen Schachpädagogen zwischen 750 und 800 Kinder im Landkreis an das Spiel heran. Während Miesbach die Förderung ohne Diskussion fortsetzt, wurde in Fischbachau Unmut laut.

Bürgermeister Josef Lechner (CSU) gefiel die Vorgehensweise des Vereins Schulschach nicht: „Da wird etwas gestartet, dann funktioniert es nicht, und die Gemeinden müssen zahlen.“ Insgesamt sollen die Landkreisgemeinden einen Zuschuss über 15 000 Euro zahlen, nachdem der Rotary Club vor Jahren seine Leistungen kürzt. Für die Eltern in Fischbachau fallen pro Schuljahr 84 Euro an Gebühren an. Die Gemeinde müsste 871 Euro bezuschussen – rückwirkend. Derzeit nehmen 24 Kinder an insgesamt vier Kursen teil, die an der Grundschule Elbach angeboten werden.

Lechner hat deshalb die Rektoren der Grund- und Mittelschule ins Gebet genommen. „Ich habe gefragt, ob es nicht einen Opa oder so gibt, der das freiwillig und kostenlos anbietet“, berichtete er den Gemeinderatsmitgliedern. Dennoch will er sich seiner Verantwortung nicht entziehen. Die Leistungen in diesem Schuljahr wurden ja schon in Anspruch genommen. Mit drei Gegenstimmen entschied der Gemeinderat, den Zuschuss zu bewilligen. Für das kommende Schuljahr soll eine andere Lösung her.

Reibungsloser bekam das Schulschach-Projekt seinen Zuschuss in Miesbach bewilligt. Der Stadtrat sprach sich einstimmig für eine Pauschale in Höhe von 1740 Euro aus. Seit 2011 zählt Miesbach zum Unterstützerkreis des Schulschachs. Anfangs betrug die Förderung 740 Euro, weil der Rotary Club 1000 Euro übernommen hatte. Seit 2012 finanziert die Stadt den Gesamtbetrag allein.

Grundlage ist der landkreisweit erforderliche Kostenzuschuss in Höhe von 15 000 Euro. Davon entfallen 11,6 Prozent auf die Kreisstadt – entsprechend dem Einwohneranteil im Verhältnis zum Landkreis. Von den 750 bis 800 Schachschülern kommen etwa 110 aus Miesbach. Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (CSU) betonte die positiven Auswirkungen des Schachunterrichts auf die Schüler. Dritter Bürgermeister Michael Lechner (FW) bedauerte außerdem, dass nicht alle Gemeinden das Projekt so unterstützen wie Miesbach.

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