Schweres Zugunglück in Baden-Württemberg: Bahn rast in Betonteil und entgleist

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Trockenes Winterquartier: Um Schnee und Frost zu entgehen, überwintern Kuh und Kälbchen auf dem Bauernhof von Stadtrat Markus Seemüller. 

Herberge für Rinder

Kuh und Kälbchen vom Miesbacher Marktplatz verschwunden: Wir haben sie gefunden

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Kuh und Kälbchen vom Miesbacher Marktplatz sind plötzlich verschwunden. Nein, sie wurden nicht gestohlen. Sie haben nur ihr Winterquartier bezogen.

MiesbachDer eine oder andere wird sich beim Spaziergang über den Miesbacher Marktplatz vielleicht schon gefragt haben, wo Kuh und Kälbchen geblieben sind, die seit der Umgestaltung des Unteren Markts neben dem Märchenbrunnen stehen. Die Antwort ist einfach: Die beiden Figuren überwintern.

Unterschlupf haben sie auf dem Bauernhof von Markus Seemüller gefunden. Witterungsbedingt hatte der Miesbacher Bauhof gefragt, ob der Stadtrat der Freien Wähler die Rindviecher über den Winter einstellen könnte. Seemüller sagte zu. Es ist ja eine besondere Verbundenheit, die der Landwirt zu den Skulpturen hat. Immerhin war er es, der als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft (AG) Marktplatz bei deren erstem Entwurf zur Umgestaltung des Marktplatzes für die neu gewonnene Freifläche neben dem Märchenbrunnen eine Kuh ins Spiel gebracht hatte – gewissermaßen als optische Markierung für den damals auf dem Plan nicht näher definierten Bereich „Kunst und Spielen“. Und dann wurden Kuh und Kälbchen – mangels anderer Ideen – konkret und letztlich aufgestellt.

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Für Seemüller haben Kuh und Kälbchen schon viel bewirkt: „Sogar die Geschäftsleute waren überrascht, wie positiv die Figuren angekommen sind bei den Menschen am Marktplatz. Die Kinder können sich draufsetzen, und es werden viele Fotos gemacht. Das hat Charme.“ Zudem unterstütze das das Ziel, die Aufenthaltsqualität dort zu steigern, und das wiederum helfe den Ladeninhabern. „Geschäfte funktionieren nur mit Menschen.“ Wenn es nach Seemüller geht, könnten bald noch mehr Rindviecher am Unteren Markt stehen. Seine Idee: Möglichst viele Geschäfte stellen sich eine eigene Kuh oder ein Kalb vor den Laden, individuell bemalt – so wie man es von den Löwen in München oder den Bären in Berlin kennt. Doch auch kleinere Städte wie Freising nutzen den Bären zur Auflockerung der Atmosphäre. Billig sind die Rindviecher aber nicht. An die 800 Euro kostet laut Seemüller eine Kuh und bis zu 500 Euro ein Kalb. Von so einer Investition wäre er dennoch überzeugt: „Das würde die Historie und Bedeutung des Fleckviehs für Miesbach besonders rüberbringen.“ Vielleicht wäre ja auch eine Art Co-Finanzierung durch die Stadt möglich.

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Im neuen Jahr will Seemüller die Bereitschaft dazu bei einem Gespräch der AG mit dem Gewerbeverband Gemeinschaftswerbung Miesbach ausloten. Bis dahin bleiben Kuh und Kälbchen in seinem Schuppen – und sind dort nicht allein, wie Seemüller erklärt: „Ich habe mir auch so eine künstliche Kuh gekauft. Sie steht auf der anderen Seite, sodass sich die drei gut anschauen können.“

ddy

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