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Vor zehn Jahren haben Ümmiye Tüikmen (l.) und Dorothea Strecker (M.) das Internationale Frauenfrühstück gegründet. Jetzt wurden sie von Fatma Bostan vom türkischen Frauenverbund dafür geehrt.

Frauen aus allen Kreisen

Kulturen vereinen und besser verstehen: Frauenfrühstück  feiert zehnjähriges Jubiläum

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Beim Internationalen Frauenfrühstück treffen sich Frauen aus allen Kulturen, Kreisen und jeden Alters. Heuer feiert es bereits sein zehnjähriges Bestehen.

Miesbach – Das Internationale Frauenfrühstück bietet Frauen aus jeder Kultur und jeden Alters, die über den gesamten Landkreis verteilt wohnen, die Möglichkeit, sich besser kennenzulernen, auszutauschen und auch Berührungsängste zu verlieren. Heuer feiert es sein zehnjähriges Bestehen.

Gegründet wurde das Frauenfrühstück damals von Ümmiye Tüikmen und Dorothea Strecker. Zusammen mit dem Miesbacher Frauenforum und der damaligen Vorsitzenden Isabella Krobisch, die das Projekt mit vorangetrieben hatte, wollten die Verantwortlichen Frauen aus allen Kulturen die Möglichkeit geben, im ungezwungenen Rahmen zusammenzukommen. Da es für türkische Frauen oft schwierig sei, abends wegzugehen, habe sich die Idee entwickelt, ein Frühstück zu veranstalten, erklärt Karin Priller, die Vorsitzende des Frauenforums.

Seit zehn Jahren wird nun viermal im Jahr gemeinsam gefrühstückt. Je einmal in der Moschee, im Waitzinger Keller, bei der katholischen und bei der evangelischen Gemeinde. Bezahlt wird das Frühstück jeweils vom Ausrichter, das heißt von der Stadt, der jeweiligen Kirchengemeinde oder in der Moschee vom türkischen Frauenverbund – für die teilnehmenden Frauen ist das Frühstück kostenlos.

Rund 40 bis 50 Frauen aus dem ganzen Landkreis kommen hier regelmäßig zusammen. „Die Jüngste beim letzten Frühstück war ungefähr 23 Jahre alt“, erzählt Priller, „die Ältesten sogar rund 80 Jahre.“ Der Kern sei immer gleich, aber bei jedem Treffen seien auch wieder neue Gesichter dabei. Auch Mütter mit Babys schließen sich den Treffen gerne an. Mittlerweile besuchen auch Asylbewerberinnen und geflüchtete Frauen das Internationale Frühstück. Und lernen so laut Priller die deutsche Kultur besser kennen. „Man verliert auch Berührungsängste“, sagt die Vorsitzende. „Beispielsweise vor vermummten Frauen.“

Das erste Frühstück 2018 samt Ehrung der Gründerinnen fand bereits statt. Noch dreimal wollen die Frauen heuer ihr Jubiläum feiern – natürlich beim Frühstück. Der nächste Termin des Internationalen Frauenfrühstücks ist Donnerstag, 21. Juni, im katholischen Pfarrverband in Miesbach.

tas

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