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Für jeden Geschmack etwas im Angebot: Zum Advent präsentieren (v.l.) Miesbachs Kulturchefin Isabella Krobisch, Holzkirchens Oberbräu-Leiterin Ingrid Huber und Schliersees Eventmanagerin Marion Riedl ein gemeinsames Programm.

Erfolgreiche Zusammenarbeit wird ausgeweitet

Kulturhäuser kooperieren: Gemeinsames Adventsprogramm

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Seit Sommer arbeiten die Kulturbetriebe Miesbach, Holzkirchen und Schliersee erfolgreich zusammen. Jetzt gibt es auch ein gemeinsames Advents- und Weihnachtsprogramm.

Miesbach– Gemeinsam erreicht man mehr. Für die Kultur-Kooperation der Stadt Miesbach und der beiden Marktgemeinden Holzkirchen und Schliersee bedeutet das: mehr Besucher. Nicht nur für die Veranstaltungen, sondern auch für die Orte insgesamt. Da steht es außer Frage, dass die Zusammenarbeit gerade in der geschäftigen Vorweihnachtszeit mit einem gemeinsamen Programm fortgesetzt wird.

„Wir profitieren sehr voneinander“, stellte Miesbachs Kulturamtsleiterin Isabella Krobisch bei der Präsentation des gemeinsamen Advents- und Weihnachtsprogramms im Waitzinger Keller in Miesbach fest, das in einer Auflage von 4000 Stück erscheint. Vor allem bei der Kooperation der Wochenmärkte in Holzkirchen und Miesbach habe die Kreisstadt sehr gute Erfahrungen gemacht. „Unser Ziel ist es ja auch, unsere Innenstadt zu beleben“, erklärt Krobisch. Das habe man erreicht. „Unsere Geschäftsleute haben festgestellt, dass mehr Leute nach Miesbach kommen.“ Denselben Effekt hat Holzkirchens Kulturchefin Ingrid Huber für ihre Gemeinde festgestellt: „Auch wir bekommen mehr Aufmerksamkeit. Früher sind die Leute meist sporadisch nach Holzkirchen gekommen, heute kommen sie ganz gezielt.“ Das werde auch vor Ort wahrgenommen. „Die Leute finden die Kooperation gut – auch weil wir für unsere Veranstaltungen gegenseitig Karten verkaufen.“

Das Prinzip, entlang der Linie der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) zusammenzuarbeiten, habe sich sehr gut bewährt, stellt auch Schliersees Eventmanagerin Marion Riedl fest: „Wir ergänzen uns sehr gut. Bei uns gibt es auch alle namhaften Künstler, aber zu einem günstigeren Preis als in München.“ Für viele Kulturbegeisterte sei das ein weiterer Grund, ins Oberland zu fahren. „Außerdem ist man näher am Künstler dran.“ Den Vorteil des gemeinsamen Adventprogramms beschreibt Huber so: „Es zeigt unsere große Vielfalt auf einen Blick.“

Das Programm startet am Montag, 27. November, mit der Krippenausstellung des Trachtenvereins D’Waxnstoana in der Schlierseer Gschwandbachalm. Die Marktgemeinde bringt sich unter anderem mit drei Märkten – See-, Woid- und Historische Weihnacht – ein. Sie setzt auch die beiden Schlusspunkte mit der Wintersonnwende samt Liveband und großem Feuer am 30. Dezember auf der Seefestwiese und der Silvesterfeier tags darauf im Kurpark.

Holzkirchen lädt für den 16./17. Dezember zum Weihnachtsmarkt ein, und das Fools-Ensemble bringt Charles Dickens „Weihnachtsgeschichte“ fünfmal auf die Bühne (3., 9., 10., 26. und 28. Dezember). Miesbach wartet mit seinen Veranstaltungen – 1000-Lichterglanz am 2. Dezember, dem Weihnachtsmarkt im Kloster am 16./17. Dezember, der Lebenden Krippe am 16. Dezember, dem Weihnachtsgasserl am 22./23. Dezember und dem an den ersten drei Sonntagen stattfindenden Parsberger Advent – auf. Außerdem finden zahlreiche Konzerte und Lesungen statt, und auch die Kirchen bieten ein vielseitiges Angebot, wobei die evangelische Kirche in Miesbach für ihren letzten Kantatengottesdienst am 10. Dezember Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm als prominenten Gastprediger gewonnen hat.

Dass das Programm erst jetzt kurz vor der Vorweihnachtszeit veröffentlicht wird, hat einen guten Grund, erklärt Krobisch: „Wir wollen wieder verstärkt den Jahreskreis leben. Deshalb haben wir uns dagegen entschieden, das Programm schon im September auszulegen.“ Obwohl dies im Sinne einiger Sommertouristen gewesen wäre. Die Rückbesinnung darauf, den Festen ihre angestammten Zeiten zu lassen, sie nicht auszudehnen und auf „lautes Remmidemmi“ zu verzichten, tue gut. Auch das sei eine Aufgabe der Kultur.

Das Programm

wird in den Rathäusern und Geschäften der drei Kommunen ausgelegt. Zudem ist es online zu finden auf www.miesbach.de/kultur,
www.kultur-im-oberbraeu.de und www.schlierseer-weihnachtszauber.de.

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