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Kultusminister verleiht „Buch am Markt“ in Miesbach das Gütesiegel für Leseförderung

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Von: Sebastian Grauvogl

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Haben Freude an guten Büchern: (hinten v.l.) Bayerns Kultusminister Michael Piazolo, Regina Weber-Toepel (Mitarbeiterin Buch am Markt), Klaus Beckschulte (Vorsitzender Landesverband Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Rixta Rausch (Inhaberin Buch am Markt) sowie Miesbachs Zweite Bürgermeisterin Astrid Güldner mit Kindern aus dem Kindergarten Straß in Miesbach und Schülern der Grundschule Hausham.
Haben Freude an guten Büchern: (hinten v.l.) Bayerns Kultusminister Michael Piazolo, Regina Weber-Toepel (Mitarbeiterin Buch am Markt), Klaus Beckschulte (Vorsitzender Landesverband Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Rixta Rausch (Inhaberin Buch am Markt) sowie Miesbachs Zweite Bürgermeisterin Astrid Güldner mit Kindern aus dem Kindergarten Straß in Miesbach und Schülern der Grundschule Hausham. © Steffen Gerber

„Hanni und Nanni. Und natürlich Fünf Freunde.“ Wie aus der Pistole geschossen beantwortete Kultusminister Michael Piazolo (FW) die Frage von Miesbachs Zweiter Bürgermeisterin Astrid Güldner (Grüne), was er denn in seiner Kindheit gern gelesen habe.

Und er verriet gleich noch, worin denn sein Partei- und Kabinettskollege, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, früher gern geschmökert hat: „Winnetou.“ Quasi der Beleg für Güldners kurz zuvor geäußerte Feststellung: „Bücher begleiten uns ein Leben lang.“ Und die Miesbacher würden sich hier in einer privilegierten Position befinden: „Wir brauchen kein Amazon, wir haben das Buch am Markt.“

Die Miesbacher Buchhandlung war auch der Anlass, warum der Minister am Freitagmorgen in die Kreisstadt gekommen war. Zum 18. Mal hat diese das Gütesiegel für besonders wertvolle Leseförderung erhalten. „Ihr seid quasi erwachsen geworden“, sagte Güldner. Seit 2003 verleihen das Kultusministerium und der Landesverband Bayern des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels jedes Jahr diese Auszeichnung. Heuer wurden 181 Buchhandlungen prämiert. Im Fokus stehen dabei laut einer Pressemitteilung Initiativen zur Leseförderung, die die Läden an Schulen und Kindergärten durchführen.

Feierstunde in der Bücherei

Rixta Rausch, die das Buch am Markt zusammen mit Rosa Bauer als Inhaberin führt, bedankte sich bei der Feierstunde zwischen den prall gefüllten Regalen nicht nur bei Piazolo und dem Landesverbandsvorsitzenden Klaus Beckschulte, sondern auch bei den anwesenden Schulleitern und Kita-Leitungen. „Ohne ihr Mitwirken würden wir heute nicht hier stehen.“

Und wohl auch nicht ohne das Engagement von Regina Weber-Toepel, die sich seit mehr als 20 Jahren um die Kinderbuchabteilung kümmert. „Auch meine jetzt 22-jährige Tochter ist schon mit von ihr empfohlenen Büchern aufgewachsen“, lobte Vize-Bürgermeisterin Güldner. Durch sie habe sie selbst erfahren, „dass es gar nicht so leicht ist, die Lese-Seele des Kindes zu erreichen“.

Enger Kontakt zu Junglesern

Dass es dem Buch am Markt-Team trotzdem seit Jahrzehnten gelingt, zeigten die Antworten der Vorschulkinder aus dem Kindergarten Straß in Miesbach und der Dritt- und Viertklässler der Grundschule Hausham, die der Kultusminister spontan über ihre Lesegewohnheiten befragte. „Selbst, wenn ihr alle das gleiche Buch lest, entstehen bei jedem von euch andere Bilder im Kopf“, erklärte Piazolo, worin sich ein Buch von Film und Fernsehen unterscheidet. Und Beckschulte betonte, dass das für Anfänger manchmal anstrengende Lesen mit dem richtigen Buch in der Hand wie von selbst gehe.

Buchempfehlung vom Minister

Damit es den Schul- und Kindergartenkindern daran auch weiter nicht mangelt, überreichte Weber-Toepel zum jede Menge Geschenke: Lesetüten für die Vorschüler sowie je ein Exemplar von Yuval Noah Hararis Bestseller „Wie wir Menschen die Welt eroberten“ für die Schulbibliothek der weiterführenden Schulen. Die Grundschüler hingegen bekamen den Comicroman „Iva, Samo und der Hexensee“. Eine Empfehlung dafür gab’s vom Kultusminister höchstpersönlich. „Kenne ich“, sagte Piazolo. „Ist wirklich spannend.“ Was der Minister selbst gerade liest, wollte dann die Miesbacher Stadträtin Inge Jooß (SPD) noch von Piazolo wissen. Der gab sich auch hier sattelfest. „Im Auto vorwiegend Akten.“ Daheim auf dem Nachttisch liege aber ein Krimi-Klassiker von Edgar Wallace. „Damit ich wenigstens hier ein bisschen Spannung im Leben habe.“

sg

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