+
Im Landkreis Miesbach blieben die Sirenen stumm. 

Katastrophen-Sirenen

Landkreis Miesbach: Der Alarm blieb stumm

Landkreis - In vielen Teilen Bayerns wurden am Mittwochvormittag die Katastrophen-Sirenen getestet. Im Landkreis Miesbach nicht - aus einem einfachen Grund. 

In weiten Teilen Bayerns wurde gestern das Sirenen-Warnsystem getestet. Eine Minute lang war am späten Vormittag ein Heulton zu vernehmen, der die Bevölkerung im Gefahrenfall auffordern soll, auf Durchsagen zu warten, die über die Rundfunkgeräte erfolgen. Im Landkreis war von diesem Alarm nichts zu hören – die Sirenen blieben stumm. 

Es handelt sich nicht um die herkömmlichen Feuerwehr-Sirenen

Aus einem einfachen Grund, wie Erich Schröck, Fachbereichsleiter für Brand- und Katastrophenschutz am Landratsamt, mitteilt: Die Sirenen, die am Mittwochvormittag auf ihre Funktionsfähigkeit geprüft wurden, sind im Landkreis schlichtweg nicht vorhanden. Bei ihnen handelt es sich nicht um die herkömmlichen Feuerwehr-Sirenen, die im Kreis Miesbach bekanntlich jedem ersten Samstag im Monat überprüft werden. Vielmehr dient dieses Alarmsignal, das sich auch von der Tonfolge her unterscheidet, dem Katastrophenschutz. 

„Diese Sirenen braucht es nur dort, wo es Störfallbetriebe mit erweiterten Pflichten gibt“

„Diese Sirenen braucht es nur dort, wo es Störfallbetriebe mit erweiterten Pflichten gibt“, erklärt Schröck. „Solche Betriebe gibt es etwa in Ludwigshafen oder Altötting, wo ganze Chemie-Dreiecke vorhanden sind.“ Im Landkreis sind solche Störfallbetriebe zumindest bislang nicht angesiedelt. Fachbereichsleiter Schröck kann damit gut leben: „Ich muss ganz ehrlich sagen: Ich brauche so einen Betrieb nicht.“

Bastian Huber

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Regierung: „Einsturzgefahr ist eine Ersteinschätzung“
106 Jahre nach seiner Schließung im Jahr 1911 ist das Miesbacher Bergwerk wieder in den öffentlichen Fokus gerückt. Vergangene Woche hat die Immobilien Freistaat Bayern …
Regierung: „Einsturzgefahr ist eine Ersteinschätzung“
Erneut Grabstätte verwüstet
Auf dem Miesbacher Friedhof hat ein unbekannter Täter erneut eine Grabstätte verwüstet.
Erneut Grabstätte verwüstet
Der „Komödienstadel“übernimmt die Regie
Der Klassiker aus dem Bayerischen Fernsehen ist in der Kreisstadt angekommen: Der „Komödienstadel“ belagert den Waitzinger Keller.
Der „Komödienstadel“übernimmt die Regie
Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen AfD-Kandidat ein
Die Staatsanwaltschaft München II hat die Ermittlungen gegen den AfD-Direktkandidaten Constantin Leopold Prinz von Anhalt eingestellt.
Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen AfD-Kandidat ein

Kommentare