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Am Irschenberg gibt‘s eine: E-Tankstelle.

Elektromobilität

Landkreis gibt Masterplan für Stromtankstellen in Auftrag

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Umweltbewusst fahren - ist schon recht, bloß was, wenn einem mitten am Feld der Saft ausgeht? Landkreis und SMG wollen jetzt ein Netz an E-Tankstellen schaffen. Wie das gehen soll:

Landkreis – Bis zur nächsten Zapfsäule haben es die Autofahrer im Landkreis meist nicht weit – vorausgesetzt ihr Fahrzeug gibt sich mit Benzin oder Diesel zufrieden. Ganze 23 Tankstellen spuckt das Online-Portal „Ich-Tanke.de“ für die Region aus. Wer hingegen nach Ladesäulen für Elektroautos sucht, hat es deutlich schwerer. Hier ist die Liste mit sechs Standorten kürzer – zudem schwankt die Zahl je nach Internetseite. Kein beruhigendes Gefühl, wenn einem plötzlich irgendwo auf freiem Feld der Saft ausgeht.

Damit auch E-Auto-Besitzer künftig mehr Auswahl an Tankstellen haben, will die Zukunftswerkstatt Mobilität des Landkreises nun ein Ladeinfrastruktur-Konzept erstellen lassen. Die Details stellte Florian Brunner, Regionalmanager bei der Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach (SMG), nun im Kreisausschuss vor. „Dieser Masterplan ist ein sinnvoller erster Schritt, um die Elektromobilität im Landkreis voranzubringen“, erklärt Brunner auf Nachfrage unserer Zeitung. Ein Angebot des Kompetenzzentrums Elektromobilität aus Garmisch-Partenkirchen liegt der Zukunftswerkstatt vor.

Ziel ist es, so Brunner, gemeindeübergreifend die besten Standorte für neue Ladesäulen zu ermitteln. Zwei Faktoren fließen in die Analyse ein: die Infrastruktur und das Nutzerverhalten. Während es bei ersterer schlicht darum geht, ob ein Stromanschluss vorhanden ist, ist der zweite Punkt komplexer. Hier wollen die Experten untersuchen, wo die Autofahrer wie lange parken und welche Standorte besonders frequentiert werden. Davon hänge auch die empfohlene Ladetechnik ab, erklärt Christoph Ebert, Geschäftsführer des Kompetenzzentrums Elektromobilität. „An Durchgangsstraßen empfehlen wir eher Schnellladesäulen.“ An Gasthöfen oder Hotels, wo die E-Auto-Fahrer wesentlich länger verweilen, würden es auch Standardgeräte tun.

Die Ergebnisse der Untersuchung will die Zukunftswerkstatt den Gemeinden als Handlungsempfehlung zur Verfügung stellen. Die Wahl der Technik und der Abrechnungsmodelle bleibt den Rathäusern überlassen, betont Brunner. „In der Branche hat sich aber ein Konsens gebildet, dass das Stromtanken durchaus etwas kosten darf.“ Kostenmäßig in Vorleistung geht der Landkreis für die Konzepterstellung. Einstimmig beschloss der Kreisausschuss, die veranschlagten 7600 Euro zur Verfügung zu stellen.

Das zweite E-Mobilitätsprojekt der Zukunftswerkstatt ist hingegen etwas ins Stocken geraten. Wie berichtet, wollte das E-Werk Tegernsee eigentlich schon Ende April ein von jedem Bürger mietbares E-Auto zur Verfügung stellen. Dass es bislang immer noch nicht vor der Firmenzentrale parkt, liegt laut Ebert an der schleppenden Bearbeitung der Förderanträge. „Wir warten immer noch auf den Bescheid.“ Ziel sei es aber, dass noch im ersten Halbjahr 2017 die ersten Kunden mit Strom durchs Tegernseer Tal flitzen.

sg

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