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Alexander Schmid, Geschäftsführer der Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach mbH (r.), hier mit Stephanie Stiller, LAG-Managerin (2.v.r.) und Sarah Clausen aus Weyarn  mit dem Logo der LAG Kreisentwicklung, sowie Michael Pelzer, Vorsitzender der LAG.

Standortmanager Alexander Schmid berichtet im Kreistag über seine Aktivitäten

Der Landkreis Miesbach als Innovationsregion

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Landkreis  Der Landkreis Miesbach, eine Innovationsregion. In diese Richtung will Alexander Schmid, Geschäftsführer der Standortmarketinggesellschaft (SMG), die Entwicklung steuern. 

Im Kreistag, wo er über seine Aktivitäten berichtete, schwärmte Schmid von Wissensökonomie und dem Streben danach, digitale Branchen anzusiedeln, auf dass junge Kreative attraktive Arbeitsplätze vorfinden. Die benötigten auch nicht viel Raum, meinte Schmid: „Die haben doch in einem aufgelassenen Kuhstall Platz.“ Punkten kann die Region seiner Einschätzung nach mit einer schönen Landschaft, weshalb es wichtig sei, sorgfältig mit den Flächen umzugehen. Schmid verwies aber auch auf die weniger attraktiven Seiten der Region.

 „Wir haben ein Riesenverkehrsproblem“, merkte er an. Zudem seien die hohen Lebenshaltungskosten und die Überalterung ein Problem. Noch diffiziler ist es wohl, althergebrachte Denkmuster zu durchbrechen, ließ Schmid durchblicken. Kreativität und Wissen, das verbinde man eben nicht mit dem ländlichen Raum, sondern mit den Städten. Um den Landkreis Miesbach neu zu positionieren, sei viel Netzwerkarbeit nötig. Die betreibe die SMG sehr aktiv. Zum Veranstaltungsprogramm der SMG wird 2017 auch eine große Messe rund um Ausbildung und Studium gehören, kündigte Schmid an. 

Sie werde von einem Profi-Unternehmen organisiert, das Ähnliches bisher nur in großen Städten ausgerichtet habe. Außerdem engagiere sich die SMG in Sachen Familienfreundlichkeit – ebenfalls ein Standortfaktor. In Zusammenarbeit mit dem Kindergarten Parsberg organisiere die SMG Kinderbetreuung in den Schulferien. Sehr aktiv treibe die SMG die Gewinnung von Fördergeldern im Rahmen des Leader-Programms für ländliche Entwicklung voran. Aktuell seien für diverse Projekte 600 000 Euro beantragt, berichtete Schmid: „Da liegen wir gut im Rennen.“ 

Die Mitglieder des Kreistags nahmen Schmids Ausführungen still zur Kenntnis. Allerdings empfahl Georg von Preysing (CSU) einen Kurs beim Volksliedsammler Kiem Pauli. Wohl, um Schmids Freude am bayerischen Ausdruck wachsen zu lassen – dass der SMG-Chef von der „next generation“ sprach, für die zum Glück in Miesbach eine weitere „Co-Working-Area“ (wir berichteten) entstehe und dann noch etwas über Pitches – Wettbewerbspräsentationen – sagte, löste im Gremium leichtes Schmunzeln aus. Zumal Schmid sich schon vorab für die Verwendung von Anglizismen entschuldigt hatte, die unvermeidbar seien, „weil das auf Deutsch blöd klingt“. Landrat Wolfgang Rzehak (Grüne) zollte der Arbeit der SMG große Anerkennung für ihre kreative Arbeit: „Mir macht das viel Spaß.“

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