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Wolfgang Rzehak wurde am 26. November 1967 in Tegernsee geboren, ist in Miesbach aufgewachsen und lebt mit seiner Frau und den beiden Töchtern (sechs und acht Jahre alt) heute in Gmund.

Geburtstagsinterview mit Wolfgang Rzehak

Der Landrat wird 50: „Ich kann nicht lange nachtragend sein“

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Wenn’s um runde Geburtstage von Landräten geht, ist man im Landkreis vorsichtig geworden. Bloß nicht zu üppig feiern! Für Wolfgang Rzehak (Grüne) war das ohnehin keine Option.

Kleiner Rennfahrer: Wolfgang Rzehak als Kind.

Landkreis – Zu seinem 50. Geburtstag an diesem Sonntag zieht sich der Landrat mit seiner Familie – Frau, Kinder, Geschwister – in ein Biohotel im Allgäu zurück. Wie er den Tag verbringt und was ihn rund um den runden Geburtstag sonst so beschäftigt, verrät er im Gespräch mit unserer Zeitung.

-Herr Rzehak, Familienwochenende statt großer Feier – wie kommt’s?

Wolfgang Rzehak: Das schönste Geschenk ist es, Zeit füreinander zu haben. Ich habe deshalb meine engste Familie – auf eigene Kosten, versteht sich – auf ein Hotelwochenende ins Allgäu eingeladen. Da werden wir es uns von Freitag bis Sonntag gut gehen lassen. Und ich werde erstmals Schloss Neuschwanstein besichtigen.

-Sie waren noch nie auf Neuschwanstein?

Wolfgang Rzehak:  Wahrscheinlich hat es schon jeder Amerikaner gesehen, aber ich noch nicht.

-Dann dürfen wir uns sicher auf den ein oder anderen Facebook-Post freuen.

Wolfgang Rzehak:  Vielleicht vom Schlossbesuch. Ansonsten ist es ein sehr privates Wochenende. Ich werde auch nicht unbedingt ans Telefon gehen. Außer natürlich, es ist dringend. Als Landrat muss man ja immer irgendwie erreichbar sein.

-Was wünschen Sie sich zum Geburtstag?

Wolfgang Rzehak:  Es klingt banal, aber es ist schon was dran: Gesundheit natürlich. Ansonsten vielleicht, dass der TEV nicht absteigt. Ich weiß nur nicht, ob sich dieser Wunsch erfüllen lässt. Und von meiner Schwester werde ich das jetzt erschienene Buch über Schloss Wallenburg bekommen. Wenn Zeit bleibt, ziehe ich mich gerne mal mit einem guten Buch zurück.

-50 Jahre – ist das für Sie ein einschneidendes Erlebnis?

Wolfgang Rzehak:  Ich muss gestehen, dass mich der Dreißiger eher beschäftigt hat. Da war plötzlich die Zwei weg, und man hat so gedacht, dass man nun nicht mehr jung ist. Mit 50 steht man in der Mitte des Lebens. Es passt alles, beruflich wie privat. Ich habe eine Aufgabe, die mir unheimlich viel Spaß macht, eine wunderbare Frau, die mit mir seit 28 Jahren durch dick und dünn geht, und außerdem zwei tolle Kinder.

-Mit Blick zurück auf den 20., 30. und 40. Geburtstag – wie hat sich Wolfgang Rzehak verändert?

Wolfgang Rzehak:  (lacht) Der Bauch ist größer und die Haare sind weniger und kürzer geworden. Aber die inneren Werte und Ideale haben mich nicht verlassen. Ich kann mich noch im Spiegel anschauen. Der missionarische Eifer der Jugend ist natürlich weg, aber oft ist der auch gar nicht so gut. Ich bin froh, dass politisch nicht alles so eingetroffen ist, was ich als junger Mann gefordert habe. Andere Dinge wiederum, für die man die Grünen früher belächelt hat, sind inzwischen akzeptiert. Das freut mich.

-Sind Sie im Alter dünnhäutiger geworden?

Wolfgang Rzehak:  Das Alter macht einen gelassener, aber gleichzeitig sind die Anforderungen gestiegen. Physisch wie mental ist das schon ein Knochenjob. Und manchmal reagiert man dann doch etwas gereizt. Vor allem, wenn’s eigentlich nicht um die Sache, sondern um politische Spielchen geht.

-Hilft Ihnen Ihr Sternzeichen? Der Schütze gilt als geborener Optimist und als sehr offener und idealistischer Mensch.

Wolfgang Rzehak:  Das ist tatsächlich so. Ich sehe zunächst das Gute im Menschen und kann nicht lange beleidigt und nachtragend sein. Ich glaube, das ist eine Eigenschaft, die im politischen Tagesgeschäft hilfreich sein kann.

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