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18 Monate altes Kind der Erkrankten wurde gerade in einer Kinderkrippe eingewöhnt

Landratsamt meldet Tuberkulose-Fall

Miesbach – Das Landratsamt Miesbach hat der Regierung von Oberbayern einen Fall von Tuberkulose mitgeteilt. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Eine anerkannte Geflüchtete aus Miesbach hatte sich demnach mit Atemproblemen an ihren Hautarzt gewandt. Dieser habe die Frau an die Radiologie Oberland im Krankenhaus überwiesen. Eine Röntgen-Untersuchung ergab einen Verdacht, die Frau wurde mit einem Infekttransport in eine Gautinger Spezialklinik gebracht. Nach Auswertung der bildgebenden Verfahren sowie von Sputum-Untersuchungen (abgehustetes Bronchialsekret) gehen die dortigen Fachärzte von einer Tuberkuloseerkrankung aus.

Laut Landratsamtssprecher Birger Nemitz war die Frau nicht in einer Traglufthalle untergebracht. Von Mai 2014 bis August 2016 wohnte sie in einer Gemeinschaftsunterkunft.

Die gesetzlich vorgeschriebene Röntgenuntersuchung vor zwei Jahren hatte noch keinen Befund ergeben. Das Gesundheitsamt habe nun umfangreiche Maßnahmen eingeleitet und ermittelt die Kontaktpersonen, unter anderem zusammen mit dem Hausarzt. Die Radiologie Oberland wurde über eine geplante Umgebungsuntersuchung informiert. Die Stadtverwaltung Miesbach wurde ebenso in Kenntnis gesetzt wie die Berufsschule, welche die Erkrankte besuchte.

Außerdem hat die Frau ein 18 Monate altes Kind, welches gerade in einer Kinderkrippe in Miesbach eingewöhnt wurde. Der Leiter des Gesundheitsamtes, Medizinaldirektor Dr. Christian Auracher, wird zusammen mit einem niedergelassenen Kinderarzt am Donnerstagabend in der Krippe einen Informationsabend durchführen. Dort werden die Eltern über das weitere Vorgehen informiert. Wie das Landratsamt versichert, geht von dem Kind jedoch keinerlei TBC-Ansteckungsgefahr aus. 

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