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Landratsamt rät Ukrainern: Schnell Antrag stellen

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Landratsamt Miesbach Haupteingang
Das Landratsamt Miesbach reagiert auf eine von der der Bundespolitik bekannt gemachte Änderung. © Archiv/Thomas Plettenberg

Geflüchtete Ukrainer bekommen künftig Sozialhilfe statt Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Für das Landratsamt bedeutet das eine Menge Arbeit, und auch die hier lebenden Ukrainer beziehungsweise deren Helfer sollten ein paar Dinge beachten.

Landkreis – Damit sie – so nötig – weiter finanzielle Unterstützung erhalten, müssen Ukrainer neue Anträge auf entsprechende Sozialleistungen stellen. Dies sollte schnell passieren, denn die neue Regelung gilt bereits ab 1. Juni. Das Landratsamt verschickt diese Woche die zweisprachigen Anträge per Post – natürlich nur an registrierte Geflüchtete. Rund 1200 sind der Behörde bekannt, 1059 hatten bisher Anträge auf Aufenthaltstitel und finanzielle Unterstützung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz gestellt und müssen nun den neuen Antrag ausfüllen. Damit die Post diesen auch zustellen kann, muss natürlich der Name des Geflüchteten am Briefkasten stehen.

Die Anträge können auch auf der Website des Landratsamtes heruntergeladen werden oder ausgedruckt in den Rathäusern des jeweiligen Wohnorts abgeholt werden. „Auf welchem Weg das Formular ausgefüllt wird, spielt keine Rolle. Hauptsache, der Antrag wird so schnell wie möglich gestellt“, schreibt das Landratsamt in einer Pressemitteilung. Weiter heißt es: „Geflüchtete, die noch keinen Aufenthaltstitel beantragt haben, müssen dies unbedingt so schnell wie möglich nachholen, um Sozialleistungen zu erhalten.“

Um Geld zu bekommen, benötigen die Leistungsempfänger ein Bankkonto. Ein solches kann normalerweise unter Vorlage eines ukrainischen Passes kostenlos eröffnet werden, teilt das Landratsamt mit.

Allgemeine Fragen rund um Sozialleistungen und die neue Regelung beantwortet das Ukraine-Team am Landratsamt unter z 0 80 25 / 70 40 (werktags von 7.30 bis 12.30 Uhr). Weitere Infos gibt es auch auf www.landkreis-miesbach.de/ukrainehilfe.

Landrat Olaf von Löwis (CSU) sagt: „Wir geben unser Bestes, um Geflüchteten aus der Ukraine in unserem Landkreis so unbürokratisch wie möglich zu helfen.“

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