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Pressemitteilung

Landratsamt verbietet Pflanzengift auf eigenen Flächen

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Der Landkreis Miesbach soll ohne Pfalnzengifte auskommen - deswegen hat das Landratsamt dahingehend nun ein Verbot für seine Liegenschaften ausgesprochen. Und: Eine Alternative steht bereit. 

Miesbach - Der Landkreis Miesbach wird künftig noch ein Stück grüner. Dafür sorgt die Verwaltung des Landratsamtes, die „nun umfassend die Verwendung von Pflanzengiften auf seinen Liegenschaften verboten“ hat. Das geht aus einer Pressemitteilung vom Freitagnachmittag hervor. Dem zufolge gilt das Verbot für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamtes und für alle Flächen. 

Dabei steht das Landratsamt nicht alleine da. Auch die Kommunalunternehmen, das Krankenhaus Agatharied, das Seniorenzentrum „Der Schwaighof“ und das Verwertungsunternehmen VIVO haben einem Verzicht zugestimmt. Dem Verbot unterstehen zudem auch Drittunternehmen, die für das Landratsamt tätig sind. 

„Ich halte dies für einen wichtigen Schritt hin zu gelebtem Umweltschutz“, sagt Landrat Wolfgang Rzehak (Grüne). „Für die Bürgerinnen und Bürger ist es sehr wichtig, dass wir diese Gifte aus unseren natürlichen Kreisläufen verbannen. Selbstverständlich hoffe ich, dass andere Landkreise oder Gebietskörperschaften diesem Vorbild folgen. Auch für Privatpersonen und für Wirtschaftsunternehmen wollen wir als öffentlicher Dienst ein Vorbild sein. Unser Wunschziel ist es, den ganzen Landkreis Miesbach - die Natur und die Menschen - endgültig von diesen Giften zu befreien. Ein erster Schritt ist gemacht.“ 

Auch um Alternativen hat sich das Landratsamt bereits bemüht. So soll bei der nächsten Bürgermeister-Besprechung am Montag, 6. März, gezeigt werden, dass eine Wildkräuter-Kontrolle auch ausschließlich mit heißem Wasser möglich ist. Damit könne Unkraut „hocheffizient und gleichzeitig umweltfreundlich bekämpft“ werden. Mittels Sensorik werde das organische Material erkannt und gezielt mit Heißwasser behandelt. Dabei würden Wurzeln geschädigt, Samen und Blätter sterben nach der Behandlung ab, heißt es. 

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